Yohimbin

Yohimbin ist ein Indolalkaloid, welches vornehmlich aus den Blättern und der Rinde des Yohimbe-Baumes (Pausinystalia yohimbe ) gewonnen wird, aber auch in Wurzeln zahlreichen Rauvolfia-Arten anzutreffen ist. Therapeutisch wird Yohimbin zur Senkung des Blutdrucks und als Aphrodisiakum eingesetzt.

Pharmakologie

Yohimbin ist ein hochpotenter Antagonist an ?2 -Adrenozeptoren, welche u. a. auf Blutgefäßen zu finden sind. Eine Blockade dieser Rezeptoren führt zu einer Erweiterung der Gefäße. Yohimbin penetriert rasch die Blut-Hirn-Schranke und erhöht durch zentrale Angriffspunkte Blutdruck und Herzfrequenz. Außerdem erhöht es die motorische Aktivität und führt zu Tremor.

Die aphrodisierende Wirkung des Yohimbins soll einerseits ebenfalls auf die Blockade von ?2 -Adrenozeptoren auf Blutgefäßen in den männlichen Geschlechtsorganen und andererseits auf die Blockade von ?2 -Adrenozeptoren im Zentralnervensystem zurückzuführen sein. Darüber hinaus interagiert Yohimbin mit zahlreichen Serotonin-(5-HT)-Rezeptoren.

Weitere Anwendungsgebiete

Neben der potenzsteigernden Wirkung von Yohimbin kann es auch als Mittel zum Fettabbau eingesetzt werden. Hierzu sollten tägl. 2-3 Gaben zwischen 8 und 15mg erfolgen. Die Wirkung setzt meist nach wenigen Tagen ein, sobald ein gewisser Pegelstand des Wirkstoffes im Körper aufgebaut wurde. Eine Verstärkung des Effekts kann mit Ephedrin, Acetylsalicylsäure und Coffein erzielt werden.

Nebenwirkungen

Als Nebenwirkung ist Lupus erythematodes mit chronischem Nierenversagen beschrieben.

Weblinks

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