Walter Fränzel

Walter Fränzel (* 1889; gest. 27. April 1968) war ein Vertreter der Lebensreform-Bewegung, promovierter Philologe, Pädagoge und Schulgründer sowie Autor von Theaterstücken.

An der Universität Jena war Fränzel Vorsitzender der Freistudenten, die eine neuhumanistisches Geisteshaltung und demokratische akademische Selbstverwaltung forderten und praktizierten und gegen "Brot-" ebenso wie "Bierstudenten" polemisierten. Fränzel stand in engem Gedankenaustausch mit dem Kommunisten Karl Korsch. In einer Edition von 602 Briefen Korschs aus den Jahren 1908 bis 1939 sind über 100 an Fränzel gerichtet. Die Freundschaft zerbrach mit der Radikalisierung Korschs im ersten Weltkrieg. 1927 gründete Fränzel zusammen mit seiner Frau die naturistische Alternativschule Lichtschulheim Lüneburger Land , wo er unter anderem Ideen des Pädagogen Adolf Koch verwirklichte. Fränzel selbst war in dieser Zeit in Berlin als Lehrer tätig.

Werke

  • Fränzel, Walter: Geschichte des Übersetzens im 18. Jahrhundert; Leipzig, 1913/1914
  • Fränzel, Walter: Volksstaat und höhere Schule: Phantasien eines Heimgekehrten; Jena, 1919
  • Fränzel, Walter: Deutschland im Jahrhundert Friedrichs des Großen und des jungen Goethe; Gotha, 1921
  • Fränzel, Walter: Ulenspiegel; Ein Schalksspiel in sieben Gesängen; Rudolstadt/Thür., 1925
  • Fränzel, Walter: Arbeitsbogen für höhere Schulen / Arbeitbogen E. / 18. Study Tour of an English School, 1928
  • Fränzel, Walter: Der Schmied von Gent, Schauspiel in 3 Aufzügen; Potsdam, 1934

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