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Erkrankungen der Vorhaut

Kann die Vorhaut nicht oder nur unter Schwierigkeiten zurückgezogen werden, kann ein zu kurzes Vorhautbändchen (Frenulum breve) die Ursache sein, welches in einem kleinen chirurgischen Eingriff durchtrennt, verlängert oder entfernt werden kann. Jedoch gibt es verschiedene Längen von Vorhautbändchen. Solange die Vorhaut bis hinter die Eichel gezogen werden kann, sind keine Probleme beim Geschlechtsverkehr zu erwarten.

Häufig ist auch eine zu enge Vorhaut (Phimose) Grund für Schwierigkeiten beim Zurückziehen der Vorhaut. Dies wird meist durch die teilweise oder komplette Entfernung der Vorhaut, die Zirkumzision, behandelt. Alternative Behandlungsmöglichkeiten, die auf lokaler Salbenbehandlung mit Hormonen beruhen, sind noch umstritten, können aber nach individueller Abwägung versucht werden. Mechanische Dehnungsversuche sind obsolet und sollten stets unterbleiben. Zu beachten ist, dass im Säuglings- und Kindesalter eine natürliche Verklebung der Vorhaut mit der Eichel vorkommen kann, die sich bis zur Pubertät löst. Diese Verklebung muss daher nicht sofort therapiert werden. Bevor zur operativen Beseitigung geraten wird, kann eine Lokaltherapie oder vorsichtiges Zuwarten versucht werden, so lange der Knabe beschwerdefrei ist. Eine Entzündung der Vorhaut (Posthitis) durch Phimose, Verklebungen, mangelhafte Hygiene oder unangemessene Manipulationen tritt meist in Kombination mit der Eichel auf (Balanoposthitis). Sie kann dann mit heftigen Beschwerden einhergehen und eine akute Therapie erfordern.

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