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Vaginalring: Nachteile

Wie bei allen hormonellen Verhütungsmethoden können beim Verhütungsring unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Häufig sind z. B. Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Unlust auf Sex (verminderte oder gestörte Libido), Übelkeit, Brustspannungen und -verhärtungen, Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme, Scheidenentzündungen, Stimmungsschwankungen, Akne und schmerzhafte Regelblutungen. Es kann außerhalb der Monatsblutung zu Schmier- und Zwischenblutungen kommen. Der Ring kann in wenigen Fällen als unangenehmer Fremdkörper empfunden werden. Beim Sex kann er unter Umständen von Mann und Frau als störend empfunden werden. Da der Ring aber bis zu drei Stunden innerhalb eines Tages entfernt werden darf, ist zumindest dieses Problem in der Praxis leicht lösbar. Wochentag und Tageszeit sollen beim Einlegen und Entfernen des Ringes mit Disziplin eingehalten werden. Der feste Sitz des Ringes muss regelmäßig überprüft werden. Frauen mit weiten Scheidenverhältnissen, z. B. kurz nach der Geburt, haben ein erhöhtes Risiko den Vaginalring und damit auch die empfängnisverhütende Wirkung unbemerkt zu verlieren. Er darf nicht während der Stillzeit angewendet werden. Unter Umständen muss der Ring noch vor Ende der Monatsblutung eingesetzt werden. Er kann dann beim achtlosen Herausziehen des Tampons in die Toilette fallen. In seltenen Fällen kann er brechen. Der Ring ist verglichen mit Pille oder Kondom sehr teuer. Er schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten (z. B. Hepatitis, Aids, Feigwarzen). Er muss bei 4-6 °C im Kühlschrank gelagert werden, sonst ist er nur 4 Monate haltbar.

Da es sich um eine noch recht junge hormonelle Verhütungsmethode handelt, gibt es beim Vaginalring noch nicht so viele Erfahrungen. Man vermutet deswegen dieselben möglichen Nebenwirkungen wie bei der Antibabypille, beispielsweise arterielle und venöse Thrombosen und Thromboembolien, erhöhtes Risiko für Gebärmutterhalskrebs und Brustkrebs oder Pigmentstörungen. Raucherinnen, Diabetikerinnen, Frauen mit Lebererkrankungen oder Störungen der Blutgerinnung, stark Übergewichtige und ältere Frauen sollen die Risiken zusammen mit ihrem Facharzt genau abwägen. Im Übrigen muss bei der Verwendung auch immer auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten wie zum Beispiel Johanniskraut geachtet werden.

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