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Vagina: Verhütung

Zu den vaginalen Verhütungsmethoden zählt die Kombination aus einem Diaphragma und der Einführung einer chemischen Wirksubstanz gegen die Samen (Spermizid, als Gel oder Zäpfchen erhältlich). In den USA werden auch statt des Diaphragmas sogenannte "Verhütungsschwämme" aus Polyurethan eingesetzt. Der Konzeptionsschutz (gemessen am Pearl-Index) ist jedoch geringer als bei hormonellen Methoden.

Als weitere neuere Variante der vaginalen Verhütung gibt es das Femidom. Dabei handelt es sich um ein Kondom für die Frau, einen Polyurethan-Schlauch, der, von zwei Ringen gehalten, die Scheidenwände auskleidet, und so eine kondomähnliche Funktion erfüllt. In Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern hat sich das Femidom allerdings bisher nicht durchgesetzt, da die Handhabung schwieriger und die Sicherheit geringer als beim herkömmlichen Kondom ist.

Als hormonelle vaginale Verhütungsmethode ist seit einigen Jahren der Vaginalring ("NuvaRing") verfügbar. Dieser weiche durchsichtige flexible Ring wird tief in die Vagina eingeführt und verbleibt dort 21 Tage lang. Er gibt kontinuierlich Ethinylestradiol und Etonorgestrel ab und verhindert so wie eine Pille den Eisprung. Da durch die lokale Abgabe der Hormone die Dosis niedriger angesetzt werden kann und eine systemische Wirkung schwächer ausfällt, sei die Nebenwirkungsrate des Vaginalrings im Vergleich zu anderen hormonellen Verhütungsmethoden geringer. Die Verhütungssicherheit liegt bei Pearl 1 - 2 und damit auf dem Niveau der Pille. Da der Vaginalring keine Barrieremethode darstellt, ist seine Lage in der Vagina nicht ausschlaggebend für die Funktion, andererseits schützt er im Gegensatz zum Kondom oder Femidom nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

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