Two-SpiritTwo Spirit (original: niizh manidoowag ) ist die aus der Ojibwa Sprachengruppe ins Englische übersetzte Bezeichnung für ein drittes bzw. viertes Geschlecht, welches es im von der westlichen Kultur abweichenden Geschlechtermodell bei vielen alten nordamerikanischen Indianerstämmen gegeben hat. Two-Spirit bedeutet, dass zwei Seelen in einem Körper vereint sind. GeschichteTrotz der großen Unterdrückung und Verfolgung der Indianer durch die Weißen, nahmen die Indianer nach und nach ihre Kultur und die Denkweisen an. So dass die letzten Two-Spirit People nach dem Zweiten Weltkrieg selbst von ihren eigenen Leuten isoliert und verachtet in den Reservaten starben. Über das Leben der Two-Spirit und die damalige nordamerikanische Kultur der Indianer ist nur wenig bekannt, da die meisten Berichte darüber oft nur ihre Verabscheuung über Männer, die in Frauenkleidung herumliefen, und Frauen, die Krieger waren, zum Ausdruck brachten. Die Weißen machten auch keinen Halt davor, kurz nach der Entdeckung solcher Menschen diese den Hunden vorzuwerfen oder ähnliche Greueltaten an ihnen zu verüben. Es war dort üblich, Jungen oder Mädchen (meist noch vor der Pubertät
), die in ihrem Verhalten und ihren Fähigkeiten zu dem anderen als ihnen bei der Geburt
zugewiesenen Geschlecht neigten, als Two-Spirits anzusehen. Das Geschlecht, dem man sich zugehörig fühlte und von welchem Geschlecht man sich angezogen fühlte, also mit welchem Geschlecht man Sex
haben mochte, waren zwei voneinander getrennte Dinge in der damaligen indianischen Kultur. Damit war eine Frau
, die sich anzog und verhielt wie ein Mann
oder umgekehrt, nicht mit einem Mann
beziehungsweise einer Frau
im üblichen Sinne gleichzusetzen, sondern nahmen eine besondere Stellung in der indianischen Gesellschaft ein. Sie wurden oft als Menschen mit besonderen Kräften und Fähigkeiten verehrt. So waren Two-Sprits mit einem von Geburt
an männlichen Körper oft Heiler und Two-Spirits mit einem von Geburt
an weiblichen Körper oft Krieger oder sogar Häuptling. Sie gingen auch in der Regel mit dem gleichen wie ihnen bei der Geburt
zugewiesenen Geschlecht eine Partnerschaft ein. Trotzdem sind sie im herkömmlichen Sinne nicht als schwul oder lesbisch
zu betrachten, weil sie nicht ihr bei der Geburt
zugewiesenes Geschlecht beibehielten und es auch nicht tauschten, wie es bei Transsexuellen der Fall ist, sondern nach indianischer Auffassung das dritte beziehungsweise vierte Geschlecht hatten. So waren in der indianischen Kultur Männer, die mit einem als Mann
geborenen Two-Spirit geschlechtlichen Verkehr
hatten, auch deshalb nicht als schwul anzusehen. Denn die als Mann
geborene Two-Spirit nahm beim Geschlechtsverkehr
die passive Rolle
und nicht die für den Mann
typische aktive Rolle
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