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Trichomonas vaginalis: Symptome

Männer: Bei den meisten Männern ist der Befall symptomlos. Vor allem nisten sich Trichomonaden in der Prostata, der Harnröhre und unter der Vorhaut ein. Gelegentlich kommt es zu einer schmerzhaften Entzündung der Harnröhre. Selten werden die Samenblasen oder die Prostata befallen. Da bei Männern meist keine Symptome auftreten, wissen sie oft nichts von der Infektion und sind die hauptsächlichen Überträger der Parasiten. Trichomonaden sind außerhalb ihres Lebensraumes nicht lange lebensfähig.

Frauen: Bei etwa 80 Prozent der Frauen kommt es nach einer längeren Phase ohne Symptome ebenfalls zu Entzündungen (Trichomonadenkolpitis) und dünnflüssigem gelblichem Scheidenausfluss (fluor vaginalis), in dem sich neben den Trichomonaden auch Bakterien und Eiterzellen finden. Bei Dreiviertel der Patienten ist die Harnröhre befallen. Dagegen sind Infektionen der Gebärmutter und der Harnblase selten. Auch zeitweilige Unfruchtbarkeit wurde beobachtet. Durch die mikroskopische Untersuchung eines Vaginalabstrichs kann das Vorhandensein der Trichomonaden festgestellt werden.

Ein Befall mit Trichomonas vaginalis führt bei Mädchen und Frauen zu einer erhöhten Infizierbarkeit mit HIV (AIDS). Der Trichomonas Erreger, der in der mobilen Form vom Aussehen her an eine Birne erinnert, greift die Schleimhäute der Vagina an. Er macht sich platt und versucht eine möglichst große Schleimhautfläche zu bedecken. Danach bildet er Dendriten aus, welche er in die Schleimhaut bohrt, und zapft dort Nährstoffe und Serum ab. Gleichzeitig scheidet er schädliche Proteine aus, welche erstens zum Tod der schützenden Vaginalflora (hauptsächlich Milchsäure-Bakterien) und zweitens zu Mikro-Nekrosen in der vaginalen Schleimhaut führen, so dass winzige punktförmige Narben in ihr entstehen. Diese bilden dann die Pforte für HI-Viren. Da die Narben in der Schleimhaut ein Leben lang bestehen bleiben, bleibt eine erhöhte Infizierbarkeit auch dann erhalten, nachdem der Befall mit Trichonomas vaginalis erfolgreich bekämpft worden ist. Die Infizierbarkeit gilt in beide Richtungen. Betroffene stecken sich nicht nur leichter mit HIV an; Frauen die HIV-positiv sind, werden dadurch auch infektiöser für ihre Geschlechtspartner.

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