Tribadie

Tribadie [gr. tribein , reiben], auch Tribadismus , ist eine sexuelle Praktik, bei der zwei Frauen ihre äußeren Genitalien zum Zweck der klitoridalen Stimulation aneinanderreiben. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Wort als Synonym für weibliche Homosexualität verwendet. Entsprechend nannte man lesbische Frauen auch Tribaden.

Begriffsentlehnung

Im Englischen wird auch der Ausdruck "scissoring" (dt.: "mit der Schere schneidend", was sich auf die Beinbewegungen bezieht) dafür verwendet.

Genito-Genital-Reiben bei Bonobos

Außer beim Menschen ist die Praktik auch bei Bonobos, einer mit dem Schimpansen verwandten Primatenart zu beobachten, wo sie als "Genito-genital-Reiben" oder "GG rubbing" bezeichnet werden. Dieses Verhalten dürfte der Reduktion von Spannungen dienen, den Zusammenhalt innerhalb der Weibchen einer Gruppe stärken und auch die hierarchische Rangstufe anzeigen, da es häufiger von rangniedrigeren Weibchen begonnen wird.

Literatur

  • Manuela Kay & Anja Müller (Hrsg.): Schöner kommen. Das Sex-Buch für Lesben , querverlag, 5. Auflage 2005, ISBN 3896560476querverlag.de (PDF) : Online Leseprobe mit dem Abschnitt Tribadie

Weblinks

Verwandte Themen

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