Symptothermale Methode

Die symptothermale Methode (STM ) ist eine Methode zur Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Phasen des weiblichen Zyklus. Dabei werden zwei Körperzeichen ausgewertet: Die Basaltemperatur und die Veränderung des Zervikalschleims. Optional können auch die Veränderungen des Muttermundes untersucht werden.

Einführung

Der Menstruationszyklus besteht aus mehreren Phasen. Einige Tage nach Abklingen der Regelblutung folgt eine hochfruchtbare Phase. In dieser Phase erfolgen Veränderungen im weiblichen Körper, die eine Befruchtung begünstigen. Am Höhepunkt dieser Phase kommt es zum Eisprung. Nach der kurzen Lebensdauer der Eizelle von wenigen Stunden folgt eine sicher unfruchtbare Zeit.

Die symptothermale Methode vermag die Zeit des Eisprungs einzugrenzen und ermöglicht damit die Vermeidung einer ungeplanten Schwangerschaft mit ähnlicher Sicherheit wie die Antibabypille , oder alternativ das Ausnützen der Empfängnisbereitschaft bei Kinderwunsch. Die symptothermale Methode kombiniert die Ansätze der Temperatur-Methode, der Kalendermethode und der Billings-Methode . Dabei wird die Tatsache genutzt, dass der steigende Östrogenspiegel zum Eisprung hin für eine verstärkte Produktion des Zervikalschleims sorgt, während das nach dem Eisprung vermehrt ausgeschüttete Hormon Progesteron die Körpertemperatur ansteigen lässt. Durch die kombinierte Beobachtung dieser Zeichen ist eine doppelte Kontrolle gegeben, ob ein Eisprung tatsächlich stattgefunden hat. Die symptothermale Methode ist damit zurzeit die sicherste natürliche Methode, um die fruchtbare Zeit der Frau festzustellen.

Sicherheit

Die Methodensicherheit der symptothermalen Methode liegt bei einem Pearl-Index von 0,3. Die Gebrauchssicherheit liegt bei 2,2 (PI), wobei es keinen signifikanten Unterschied gibt zwischen Mix-Anwendern (Kombination mit Barrieremethoden) und solchen, die Enthaltsamkeit in der fruchtbaren Zeit bevorzugen. Damit gehört sie zu den sehr sicheren Verhütungsmethoden .

Die Sicherheit wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Da die Methode selbst nur die ungefähre Bestimmung der fruchtbaren Tage ermöglicht, muss in dieser Zeit zusätzlich verhütet oder auf Geschlechtsverkehr konsequent verzichtet werden. Das Verhalten in der fruchtbaren Zeit schlägt sich auf die Verhütungssicherheit nieder. Da sich mittlerweile verschiedene Ausprägungen der symptothermalen Methode mit jeweils leicht abweichenden Regeln entwickelt haben, hängt die Sicherheit auch von der jeweils angewendeten Variante ab.

Die Methode wird in Form von Literatur oder in speziellen Kursen, die etwa vier Veranstaltungen umfassen, vermittelt. Der Besuch eines Kurses oder die Beschäftigung mit Literatur und Übungsmaterialien ist für ein sicheres und erfolgreiches Anwenden der Methode unerlässlich.

Die Entwicklung der symptothermalen Methode

Die Methode nach Rötzer (NER)

Die Methode der Arbeitsgruppe NFP

Die symptothermale Methode mit neuen Technologien

Gründe für die symptothermale Methode

Akzeptanz der symptothermalen Methode

Verbreitung der symptothermalen Methode

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Verwandte Themen

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