Sunday, Bloody Sunday

Sunday, Bloody Sunday ist ein Spielfilm des britischen Regisseurs John Schlesinger aus dem Jahr 1971. Das Drama basiert auf einem Original-Drehbuch von Penelope Gilliatt und David Sherwin und wurde von dem Filmstudio Vectia produziert.

Handlung

Großbritannien, Ende der 1960er Jahre: Im von der Weltwirtschaftskrise arg gebeutelten London lässt sich die geschiedene Arbeitsberaterin Alex Greville darauf ein, die Kinder des Ehepaares Hodson über das Wochenende zu hüten, das mit dem afroeuropäischen Professor Johns einen Vortrag besuchen will. Die fünf Kinder des sozialistischen Ehepaares bedürfen jedoch kaum Alex' Obhut und beginnen sogar am Samstagmorgen während des gemeinsamen Frühstücks Pot zu rauchen, den die Eltern heimlich im Schallplattenregal deponieren. Am Wochenende nimmt auch Alex' Liebhaber, der weitaus jüngere Bob Elkin, ein Installationskünstler teil. Alex hofft den freiheitsliebenden jungen Mann über das Wochenende an sich binden zu können. Sie weiß von Bobs Affäre mit dem älteren Daniel Hirsh, einem erfolgreichen jüdischen Allgemeinmediziner in den Vierzigern, doch schon bald kann Alex den freiheitsliebenden Bob nicht mehr halten und es zieht ihn am Samstag Vormittag zurück zu Daniel. Auch Daniel weiß Bescheid über Alex, die in der Zwischenzeit im Haus der Hodsons von Depressionen geplagt wird. Sie plant den ihr unbeliebten Job zu kündigen, weiß aber nicht wie sie ihre Kündigung formulieren soll. Gleichzeitig wird sie von Lucie, dem ältesten der Kinder, denunziert, der das Fehlen Bobs nicht unbemerkt geblieben ist. Bob kehrt erst am späten Abend nach einem Schäferstündchen mit Daniel zu Alex zurück, nachdem es im Haus zu einem Stromausfall gekommen ist. Während er das Problem behebt, kann Alex ihre Eifersucht gegenüber ihren Nebenbuhler und die Wut auf Bob kaum zügeln, verträgt sich jedoch später wieder mit dem charismatischen Künstler.

Dr. Daniel Hirsh trifft zeitgleich nach einem Besuch in einem Lokal, flüchtig eine alte Liebesbekanntschaft wieder und erwacht am Sonntagmorgen einsam und allein in seinem Bett und auch seine Konversationsversuche mit seinem Nachbarn sind nur von wenig Erfolg gekrönt. Alex macht währenddessen gemeinsam mit Bob und den ihr anvertrauten Kindern einen gemeinsamen Ausflug durch London. Der Tag, der heiter begann, endet in einer Tragödie. Auf dem Nachhauseweg rennt die unvorsichtige Lucie mit dem Familienhund Kenyatta über eine vielbefahrene Straße. Der Rottweiler wird von einem Laster erfasst, während Lucie ohne Blessuren davon kommt. Das Kind ist geschockt von dem traumatischen Ereignis und zeichnet während einem Malspiel mit David ungelenk den Körper ihres toten Hundes. Auch Alex hat der Vorfall sehr mitgenommen, die beim Anblick der Kinderzeichnung Lucies selbst ein traumatisches Ereignis aus ihrer Kindheit Revue passieren lässt. Frühzeitig kommen Alva und Bill Hodson mit dem afroeuropäischen Professor Johns von dem Vortrag zurück und Alex zieht ihre Konsequenzen aus dem Wochenende und beendet die Beziehung mit Bob.

Bei einem Abendessen mit ihren vermögenden Eltern, zwei Tage später, versucht Alex Mutter ihre Tochter, die sich symbolisch die Haare hat kürzen lassen, davon zu überzeugen, die Beziehung zu Bob wiederaufleben zu lassen. Während sich dieser wieder Daniel zuwendet, verbringt Alex eine gemeinsame Nacht mit dem fünfzigjährigen George, einem Manager der von seiner Firma gefeuert wurde. Bob überwirft sich mit Daniel, nachdem es auf einer Party zu einem Streit zwischen einem befreundeten Ehepaar des Arztes kam. Noch am Abend sucht er Alex auf, die sich gerade von George verabschiedet und beide verbringen die Nacht miteinander. Einen Tag später lässt sich Bob gegen die Pocken impfen, um die lang ersehnte Reise nach Amerika anzutreten und dort mit seinen Installationen aus Glas und Wasser Erfolg zu haben, was zum Ärger Daniels die geplante Italien-Reise zunichte macht. Bei einem Besuch einer Bar Mitzwa seines Neffen fühlt sich Daniel selbst an seine eigene Zeremonie als dreizehnjähriger und das Ende seiner Kindheit erinnert. Alex hat inzwischen ihre Arbeitstelle gekündigt und beschließt vor die Wahl gestellt keinen Neuanfang mit Bob in den USA zu Wagen respektive auf seine Heimkehr zu warten. Bob verbringt noch eine gemeinsame Nacht mit Daniel, ehe er sich leise davonmacht und in die USA fliegt.

Alex begegnet, zehn Tage nach dem Wochenende bei den Hodsons, ihrem Nebenbuhler, der Alva und Bill beim sonntäglichen Mittagessen Gesellschaft leistet. Sie wartet vor dem Haus, bis Daniel sich von den Hodsons verabschiedet hat. Beide vergewissern sich in einem kurzen Gespräch auf der Strasse dass Bob, ihr jeweiliges Objekt der Begierde, England verlassen hat. Während sich Daniel allein für einen Italien-Urlaub Sprachkenntnisse aneignet, trifft Alex in ihrer verlassenen Wohnung auf Bobs Tukan, den er ihr zur Pflege überlassen. Der Film endet in einem Monolog, in dem Daniel Hirsh der komplizierten Beziehung hintertrauert, obwohl Bob eigentlich ein für ihn völlig uninteressanter Mensch war.

Entstehungsgeschichte

Rezeption

Kritiken

Anmerkungen

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Literatur

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