Spielen wir Liebe

In dem Filmdrama Spielen wir Liebe (Alternativtitel: Maladolescenza = dt. "kranke Jugend"; Puppy Love = dt. "Schwärmerei ", wörtlich "Welpen-Liebe") geht es um das sexuelle Erwachsenwerden von drei Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren.

Handlung

Laura (12) und Fabrizio (14) haben sich bereits in den Sommerferien des Vorjahres immer wieder im Wald getroffen. Laura bemerkt nun allerdings, dass sich in ihrer Beziehung etwas verändert hat: Aus den kindlichen Spielen der Vergangenheit ist etwas ganz Neues entstanden, das schon bald zu einer sklavischen Hingabe von Laura an Fabrizio führt. Dieser beginnt Laura mit teilweise drastischen Methoden zu quälen. Trotzdem kommt Laura immer wieder zu Fabrizio zurück. Schließlich führt die Neugierde beider zu ihren ersten sexuellen Kontakten untereinander.

Die seltsame Beziehung der beiden wird jedoch bald durch das Auftauchen der arroganten und kaltblütigen Silvia (12) gestört. Nachdem Fabrizio Silvia das erste Mal gesehen hat, interessiert er sich nur noch für sie. Laura ist fortan das fünfte Rad am Wagen. Da Laura Fabrizio aber völlig hörig ist, bleibt sie auch weiterhin bei ihm. Die Spielchen, die Laura jetzt zu ertragen hat, werden immer heftiger, was bis zu ihrer totalen Demütigung führt. Sie muss vor den Augen der beiden urinieren und sogar dabei zusehen, wie Silvia und Fabrizio miteinander schlafen. Die Situation eskaliert und endet schließlich tragisch: Fabrizio ersticht die plötzlich hysterisch losschreiende Silvia vor Lauras Augen.

Hintergrund

Der Film wurde von zwei Münchner Firmen zusammen mit einem italienischen Unternehmen co-produziert, vom 17. August bis zum 16. September 1976 in Oberösterreich und Kärnten gedreht und lief ab dem 24. Juni 1977 mit einer FSK-Altersfreigabe ab 18 Jahren (nicht feiertagsfrei!) in deutschen Kinos.

Öffentliche Kritik

Bereits kurz nach dem Kinostart von Spielen wir Liebe kam es im Sommer 1977 zu einem Publikumsskandal, da in dem Film von Jugendlichen in drastischer Darstellung viele Tabubrüche begangen und schonungslos Abgründe der menschlichen Empfindungen gezeigt werden. Der in jüngerer Zeit dem Film gemachte Vorwurf der Kinderpornografie befand sich in den 1970ern dagegen noch kaum im Blickpunkt der Kritik. Eine stark gekürzte VMP -VHS-Version erhielt eine FSK-18-Altersfreigabe. In dieser Fassung (ca. 77 Minuten) sind alle Sex- und Nacktszenen sowie Silvias gewaltsamer Tod herausgeschnitten. Kurz vor dem Abspann erklärt Fabrizio hier aus dem Off, er habe beide Mädchen seit diesem Sommer, der Jahre zurückliege, nie wieder gesehen und Silvia arbeite jetzt, wie er gehört habe, als Lehrerin. Allerdings steht auch diese um ca. 14 Minuten gekürzte Fassung seit Januar 1984 auf dem Index.

Rezensionen

Rechtslage

Sonstiges

Weblinks

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