Spermarche

Die Spermarche (von altgr. arche für "Anfang" oder "Ursprung") ist der medizinische Fachausdruck für den Beginn der Spermienproduktion in den Hoden eines heranwachsenden männlichen Jugendlichen während der Pubertät , damit zugleich dem Zeitraum des ersten Samenergusses (Ejakularche ) und dem Beginn der Geschlechtsreife . Oft wird der Begriff im Grunde unpräzise mit dem erstmaligen Samenerguss gleichgesetzt.

Physiologische Grundlagen

Obwohl die männlichen Geschlechtsorgane zum Zeitpunkt der Geburt bereits vollständig angelegt sind, findet die weitere Ausdifferenzierung erst im Verlaufe der Pubertät unter dem Einfluss der Geschlechtshormone statt. Unter dem Anstieg des Testosteronspiegels im Blut erreichen auch die Hoden ihre volle Funktionalität einschließlich der Fähigkeit zur Produktion von befruchtungsfähigen Spermien. Nach der Spermarche erfolgt bei einem durch sexuelle Aktivität willkürlich ausgelösten Orgasmus gegebenenfalls nicht mehr nur eine mehr oder weniger geringe Ausschüttung von Sekreten, sondern ein Samenerguss (Ejakulation ). Bei sexuell weniger aktiven oder völlig abstinenten Jugendlichen wird früher oder später eine erstmalige Pollution mit Samenerguss stattfinden (Polluarche). Mit all diesen möglichen Ereignissen wird zugleich auch der Beginn der Geschlechtsreife angezeigt; sie sind anscheinend dem Begriff Menarche, besser der Ovularche (erstmalige Ovulation), nachgebildet und deshalb durchaus als "männliches Äquivalent" gegenüber der Menarche und der in einem mehr oder weniger großen Zeitabstand nachfolgenden erstmaligen Ovulation zu sehen, die bei einem Mädchen das Erreichen der Geschlechtsreife anzeigt, obwohl erstmalige Menstruation, bzw. erstmalige Ovulation, und erstmalige Bildung und Ejakulation von Spermien im physiologischen Sinne völlig unterschiedliche Erscheinungen darstellen.

Nach der Spermarche besteht das Ejakulat (Sperma ) aus zellulären (Spermien, Epithelzellen der Hodenkanälchen) und flüssigen (Seminalplasma) Bestandteilen. In der Regel sind im Ejakulat zunächst nur vereinzelte Spermien minderer Qualität vorhanden, welche oft nicht befruchtungsfähig sind. Erst in darauffolgender Zeit erhöht sich die Zahl und Qualität der Spermien, so dass spätestens dann eine Zeugungsfähigkeit eintritt. Das Seminalplasma setzt sich zusammen aus Sekreten der sogenannten akzessorischen Geschlechtsdrüsen: Samenleiterampulle (Ampulla ductus deferentis ), Samenblasendrüse (Glandula vesicularis ) (10), Vorsteherdrüse (Prostata ) (12), Bulbourethraldrüse (Glandula bulbourethralis ) (13), zu geringen Teilen auch der Hoden (17) und Nebenhoden (16).

Zeitpunkt

Nachweismethoden

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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