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Sperma: Eigenschaften

Das frische Ejakulat eines gesunden, geschlechtsreifen Mannes ist milchig-trüb, leicht glänzend, besitzt einen pH zwischen 7 und 7,8 und ist mit glasig, klebrigen Fäden durchsetzt. Gelegentlich, wie beispielsweise nach längerer Enthaltsamkeit, findet man gelbe Pigmente, sogenannte Flavine, wodurch das Sperma auch leicht gelblich wirken kann. Das im Samenerguss auch befindliche Spermin gibt dem menschlichen Sperma in der Regel einen charakteristischen Geruch und Geschmack, etwa wie Weißer Moschus oder Kastanienblüten, der jedoch durch bestimmte aromareiche Nahrungsmittel oder Getränke mehr oder minder deutlich verändert werden kann.

Unter UV-Licht leuchtet Sperma bläulich; auch Waschen befreit mit Sperma "kontaminierte" Gewebe nicht von der fluoreszierenden Eigenschaft, was für die Gerichtsmedizin von Bedeutung ist.

Spermien in flüssigem Samenplasma außerhalb des Körpers können bis zu zwölf Stunden überleben, wenn jedoch Sperma auf ein Handtuch, Zellstoff oder ähnliches gelangt und dort an der Luft trocknet, hat es nur eine Überlebenszeitspanne von maximal ein paar Minuten.

Zusammensetzung

Herkunft des Spermas
Drüse Anteilam Ejakulat
Hoden und Nebenhoden 5 %
Samenbläschen 45-80 %
Prostata 10-30 %
Cowpersche Drüsen 2-5 %

Sperma besteht aus zellulären Bestandteilen, den reifen Samenzellen (Spermien oder Spermatozoen, auch Samenfäden), und dem Sekret der akzessorischen Geschlechtsdrüsen, dem Samenplasma (Seminalplasma).

Im Schnitt beträgt das Volumen eines menschlichen Samenergusses 2 bis 6 ml (ca. 5 Kilokalorien), wobei 1 ml durchschnittlich 20 bis 150 Millionen Spermien enthält (vgl. beim Hengst 200-300 Mio.). Das sind 0,5 % des gesamten Ejakulats - der Rest ist Samenflüssigkeit.

Die Samenflüssigkeit ist zudem meist leicht salz- und proteinhaltig (durch die Spermien) und enthält Dopamin, Noradrenalin, Tyrosin, die Bindungshormone Oxytocin und Vasopressin sowie verschiedene Östrogene, Pheromone (Geruchsstoffe), ?-Endorphin und als Hauptbestandteil Wasser.

Es gibt Hinweise darauf, dass Bestandteile der Samenflüssigkeit die Produktion von Zytokinen in der Gebärmutter anregen. Diese begünstigen die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut.

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