Sophie VollandSophie Volland (* 27. November 1716; gest. 22. Februar 1784) war eine Philosophin. Eigentlich hieß sie Louise-Henriette, aber entweder sie selbst oder aber ihr Geliebter, der französische Philosoph Denis Diderot, gab ihr mit Sophie einen im 18. Jahrhundert sehr beliebten Namen. Bekannt ist sie durch ihre Korrespondenz mit Diderot in den Jahren 1759 bis 1774. Von diesen Briefen ist ein großer Teil verschwunden, und überhaupt sind nur die Briefe von Diderot an Sophie Volland erhalten. Von ihr selbst sind weder Briefe noch Porträts erhalten. Das einzige erhaltene von ihr handschriftlich verfasste Dokument ist ihr Testament, in dem sie Diderot einen Ring und eine elfbändige, in rotes Maroquin-Leder gebundene Ausgabe der Essais von Michel de Montaigne vererbt. Als sie Diderot kennen lernte, war Volland neununddreißig Jahre alt. Für ihn war sie das Gegenbild zu seiner zänkischen Ehefrau Nanette und seiner mondänen Geliebten, Madame de Puisieux. Er schätzte ihre Intelligenz, ihre Bildung und ihren Menschenverstand. Für eine Frau ihrer Zeit war sie sehr belesen und auch durch Diderot über die damaligen zeitgenössischen Autoren sehr gut informiert. Außerdem war sie für den Philosophen eine Vertraute, der er alles über seine Arbeit und sein Privatleben berichten und sie um Rat fragen konnte. Ein schwieriges Verhältnis hatte sie zu ihrer sehr dominanten Mutter, der Sophie häufig aufs Land nach Isles folgen musste, obwohl sie lieber in Paris gelebt hätte. Diderots Briefe an Volland geben wertvolle Hinweise zu seinem Leben und Werk und gelten auch selbst als wichtiger Teil seines Werkes. Literatur
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