Sensory BiasDie "Sensory Bias"-Theorie (engl. sensorische Bevorzugung ) begründet die weibliche Bevorzugung bestimmter männlicher Merkmale bei der Partnerwahl in der Attraktion auffälliger Merkmalsausprägungen (Farbe, Größe, akustische Signale usw.), die vom weiblichen Sinnessystem besser wahrgenommen werden können. Da z. B. lange, hell leuchtende Gefieder eher auffällig sind, werden diese von Vogelweibchen eher wahrgenommen und deshalb bevorzugt. Dadurch reduzieren sich die weiblichen Investitionskosten bei der Suche nach einem Partner, was dazu führt, dass sich der Fortpflanzungserfolg erhöht. Grundlegende TheorieCharles Darwin erklärt in seiner Theorie der Sexuellen Selektion, dass sich im Laufe der Evolution auf Grund der Weibchenwahl überdurchschnittliche Männchenmerkmale herausgebildet haben. Leider gibt er keinen Hinweis darauf, warum Männchen normalerweise um Weibchen werben und Weibchen unter den werbenden Männchen wählen. Man geht davon aus, dass der reproduktive Aufwand zwischen den Geschlechtern asymmetrisch gelagert ist und das Verhalten darauf zurückzuführen ist: Weibliche Artgenossen investieren überwiegend in elterliche Fürsorge, d. h. in die Suche nach dem einen, richtigen Partner, Männchen besonders in (vorteilhafte) Balzsignale. Klassische ModelleAuf der Basis dieser Überlegungen wurden unterschiedliche Hypothesen zur Entwicklung von Präferenzen bei der weiblichen Partnerwahl aufgestellt. Dazu zählen beispielsweise die klassischen, aus der sexuellen Selektion abgeleiteteten Ideen wie Fischers Theorie der Runaway Selection (1930) oder die Good Genes -Hypothese nach Zahavi (1975). Die "Runaway Selection" besagt, dass Weibchen bei der Partnerwahl bestimmte männliche Merkmale bevorzugen, was zu einer positiven Rückkopplung führt, so dass zum einen die Ausbildung der präferierten Merkmale bei den Männchen begünstigt wird und zum anderen die daran gekoppelte weibliche Bevorzugung (für diese Merkmale) ebenfalls erfolgreich von Generation zu Generation vererbt wird. Das zweite theoretische Modell konstatiert, dass das Vorhandensein eines bestimmten Merkmals (z. B. leuchtende Farben oder lange Schwänze bei Vögeln ) genetische Vorteile verspricht, d. h. dass das Männchen gute Gene besitzt. Somit können diese Vorzüge an die nächste Generation vererbt werden. In beiden Konzepten - die sich gegenseitig nicht ausschließen - wird prognostiziert, dass die Präferenzen der weiblichen Partnerwahl mit dem Vorhandensein der männlichen Merkmale korrelieren. Moderne KonzepteSiehe auchLiteraturWeblinksIndex: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Sensory Bias" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren über folgende Adresse verfügbar: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Sensory+Bias&action=history
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