Seminom

Bei einem Seminom - vom lat. semen (Samen ) - handelt es sich um einen bösartigen Keimzelltumor des Hodens, der seinen Ursprung in der Entartung von Spermatogonien (Keimgewebe) hat.

Das Seminom tritt etwas später - durchschnittlich bei 37jährigen Männern - als das Nichtseminom auf. Typisches Frühsymptom ist die schmerzlose Schwellung meistens eines Hodens.

Behandlung

Die Behandlung geschieht Stadiengerecht, im frühen Stadien ist das Risiko für eine okkulte Metastasierung (also einer Metastasierung, die trotz regelgerechter Staging Untersuchung noch nicht erkennbar ist) in die regionären Lymphknoten bei etwa 20%, d.h. bei einem von 5 Patienten die nicht weiter therapiert wurden, kommt es zu einem erneuten Auftreten der Erkrankung in den Lymphknoten im Bauchraum. Seminome die kleiner als 4cm Größe sind und keine Infiltration der umliegenden Gewebes haben, weisen ein geringeres Metastasierungsrisiko auf. Nach der Orchidektomie kann daher entweder abgewartet und engmaschig kontrolliert werden (Wait and see ) und beim Wiederauftreten der Erkrankung bestrahlt oder chemotherapiert werden oder adjuvant unmittelbar nach der Orchidektomie die Lymphabflußwege im Bauchraum bestrahlt werden. Die Strahlentherapie senkt das Rezidivrisiko dabei auf ca. 3-4% und wird in der Regel gut vertragen. Da Seminome in der Regel gut auf eine Strahlentherapie ansprechen, hat diese Tumorerkrankung im Vergleich zu anderen Keimzelltumoren eine gute Heilungsprognose.

Siehe auch: Chorionkarzinom - Dottersacktumor - Embryonalkarzinom - Germinom - Hodenkrebs - Teratom

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