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Scham in der Philosophie

Das Gefühl der Scham definiert die Philosophie als Unlust, welche aus der Unbedecktheit diverser Teile des Körpers erwächst. Im weiteren Sinne bedeutet Scham auch ein Missvergnügen bezüglich der Wahrnehmung eigener Unvollkommenheit. Damit verbunden ist wiederum die Vorstellung, wegen dieser Unvollkommenheit von Dritten verachtet zu werden, also das Gefühl der Schande.

Gründet diese Furcht vor Schande in der äußeren Ehre, so wird diese geringer eingestuft als die Scham, welche zur Erhaltung der inneren Ehre vom Schlechten absieht. Der Mensch schämt sich dann, weil seine innere Ehre leidet oder aber absehbar ist, daß sie Leid davontragen wird. Ursache kann etwas "Tadelnswürdiges" oder aber ein schlechter Gedanke sein. Dahingegen ist die Furcht vor äußerer Schande desmeist eine falsche Scham. Die falsche Scham ist die Neigung, Scham zu empfinden wegen Dingen, welche zwar gut und notwendig, jedoch bei diversen Dritten verrufen sind. Im Gegensatz zur falschen irrt die wahre Scham in keinem Falle, da sie mit Gewissenhaftigkeit und Ehrgefühl zusammenhängt.

Man kann sich vor sich selber schämen (vor seinem 'besseren Ich') oder vor einem Gott. In der Literatur bevorzugt der Mensch oft Schmach und Schande vor den Menschen gegenüber einer Verletzung seines Gewissens. (Vgl. Schillers Jungfrau von Orleans und E. v. Wildenbruchs Claudia.)

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