Scabies

Scabies (Acarodermatitis), umgangssprachlich auch als Krätze bezeichnet, ist eine weitverbreitete parasitäre Hauterkrankung der Säugetiere und Vögel. Sie wird beim Menschen durch die Krätzemilbe (Sarcoptes scabiei ) verursacht. Die halbkugelförmigen, 0,3 mm großen Weibchen bohren sich in die Oberhaut (Epidermis) und legen dort in den Kanälen (caniculi, Milbengänge) Kot und ihre Eier ab. Ihre Absonderungen bringen Bläschen, Vesikeln, Papulovesikeln, Papeln, Pusteln, Blasen, Quaddeln, Infiltrationen und als Sekundärläsionen Krusten, Kratzwunden und Furunkel hervor. Die Inkubationszeit beträgt etwa 3 bis 6 Wochen.

Krätze bei Tieren wird meist umgangssprachlich Räude genannt, jedoch handelt es sich - bei Hundeartigen, wesentlich seltener auch bei Katzen - hierbei um zwei verschiedene Erkrankungen, nämlich eine prognostisch ungünstigere Form durch Infektion mit Haarbalgmilben (Demodikose), und die klassische Räude nach Infektion mit Krätzemilben (Scabiesräude).

Merkmale

Krätzemilben haben eine obligat parasitäre Lebensweise. Als Angehörige der Arthropoden verfügen sie über acht paarig angeordnete Beine. Typisch für die Milben ist dabei, dass beide hinteren Beinpaare den Rand des gedrungenen Körpers nicht überragen und, genau wie die beiden vorderen Beinpaare, stummelförmig ausgebildet sind. Die Größe der weiblichen Exemplare beträgt etwa 350 x 280 µm, männliche Milben erreichen 240 x 150 µm. Charakteristisch ist das Vorhandensein von Haftscheiben, die einem ungegliederten Stiel aufsitzen und an den Beinen befestigt sind. Weibliche Milben tragen diese Organe nur an den beiden vorderen Beinpaaren, bei Männchen besitzt auch das dritte Beinpaar diese Einrichtung. Die restlichen Gliedmaßen laufen in Borsten aus.

Lebensweise

Die Entwicklung der Milben läuft vom Ei über ein Larven- und zwei Nymphenstadien zum adulten Tier und dauert beim Männchen etwa 14 Tage, beim Weibchen eine Woche länger. Nur die Weibchen legen Bohrkanäle in der Hornschicht (Stratum corneum) der Epidermis (Oberhaut) an, in welche sie ihre Eier und ihren Kot deponieren. Die männlichen Milben wandern auf der Suche nach Weibchen hauptsächlich auf der Hautoberfläche entlang. Eine weibliche Milbe kann ein Alter von bis zu 60 Tagen erreichen. Außerhalb des Wirtes beträgt die Überlebenszeit maximal 3-4 Tage.

Symptome

Es werden vor allem die Finger, Handgelenke, Gesäß , Genitalien, Ellbogen, Achseln, hinter den Ohren, Gürtelgegend, Knie, Gelenkbeugen und Füße befallen, am liebsten in den Hautfalten. (Bei Kleinkindern und bei Scabies norvegica können auch Nacken und Kopf befallen sein.) Am störendsten wird das konstante, hartnäckige Jucken in den verschiedensten Schweregraden empfunden, das nicht durch die Milben selbst, sondern durch eine allergische Reaktion auf den Milbenkot hervorgerufen wird. Auch nichtbefallene Körperstellen, z.B. das Gesicht, können allergische Reaktionen zeigen, so dass ein Juckreiz an Stellen, die eigentlich selber nicht befallen werden, nicht gegen eine Infektion spricht. Der klassisch beschriebene bestialische Juckreiz tritt bei leichtem Milbenbefall meist nur nachts und durch die Bettwärme auf, da die Milbe bei warmer Haut aktiver wird. Durch das oft automatische und intensive Kratzen entstehen die Läsionen.

Ätiologie

Komplikationen

Behandlung

Juristische Aspekte

Siehe auch

Weblinks

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