SapphoSappho (deutsche Aussprache: ; attisches Griechisch ', Aussprache (klassisch), aiolisches Griechisch ', Aussprache (klassisch) ; * zwischen 630 v. Chr. und 612 v. Chr.; gest. um 570 v. Chr.) war eine antike griechische Dichterin, gilt als bedeutendste Lyrikerin des klassischen Altertums und gehört zum Kanon der neun Lyriker. Sie lebte in Mytilene auf der Insel Lesbos, einem kulturellen Zentrum des 7. vorchristlichen Jahrhunderts. Nach heutigen Schätzungen sind nur ca. 7 Prozent von ihrem Gesamtwerk erhalten geblieben. LebenDas Leben der Sappho ist nur in späteren Legenden aufgezeichnet. Demnach entstammte sie einem alten mytilenischen Adelsgeschlecht und musste aus politischen Gründen nach Sizilien fliehen. Um das Jahr 591 v. Chr. kehrte sie nach Lesbos zurück und versammelte dort eine Gruppe von Schülerinnen um sich. Sie unterrichtete die jungen Frauen in musischen Fertigkeiten wie Poesie, Musik, Gesang und Tanz und trat mit ihnen bei Festen zu Ehren der Götter auf. Zum Werk der Sappho gehörten Götterhymnen, Hochzeits- und Liebeslieder, die in der Antike in neun Büchern gesammelt waren, heute jedoch alle verloren sind. Die Überlieferung muss sich daher auf Verweise und Zitate anderer Autoren oder auf Papyrusfetzen stützen. Bis heute konnten nur vier ihrer aiolischen Gedichte auf diese Weise mit hinreichender Sicherheit rekonstruiert werden. Das letzte davon wurde erst im Jahre 2004 bekannt, als die beiden Professoren Michael Gronewald und Robert Daniel vom Institut für Altertumskunde an der Universität zu Köln auf einem Papyrus, der als Mumienkartonage verwendet worden war, Teile davon fanden und zur Rekonstruktion einsetzen konnten. Sappho gilt als die bedeutendste Lyrikerin der Antike, besonders gerühmt wurde im Altertum ihre klare und ausdrucksstarke Sprache, durch die sie unter anderem zum Vorbild des römischen Dichters Horaz wurde. Zwei Jahrhunderte nach ihrem Tod schätzte Platon ihre Lyrik so sehr, dass er Sappho als zehnte Muse bezeichnete. Die vierzeilige sapphische Strophe ist nach ihr benannt und geht vermutlich auch auf sie zurück. Dass viele ihrer Lieder homoerotische Anklänge haben (Platon spricht später vom "pädagogischen Eros") und sich auf die Liebe zwischen Frauen beziehen, lässt sich noch heute an den Bezeichnungen "lesbisch " und etwas seltener "sapphisch " erkennen, die für weibliche Homosexualität gebraucht werden. Weibliche Homosexualität war im antiken Griechenland also auch im öffentlichen Rahmen anzutreffen, aber nicht mit der selben positiven Bedeutung wie die männliche. Zumindest in Sparta war jedoch die lesbische Bindung ein Bestandteil der Erziehung. Über ihren Tod wird berichtet, dass sie sich aus unerwiderter Liebe von einem Felsen gestürzt haben soll; dies wird heute als erst in christlicher Zeit entstandene Legende angesehen. Gatte und TochterSie war mit einem reichen Kaufmann (wahrscheinlich von der Kykladen TextbeispieleAusgabenLiteraturWeblinksVerwandte ThemenIndex: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Sappho" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren über folgende Adresse verfügbar: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Sappho&action=history
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