Robyn Ochs

Robyn Ochs (* 5. Oktober 1958 in New York City, New York) ist Autorin, Herausgeberin, Pädagogin und Aktivistin der Bi-Bewegung . Sie greift theoretische Ansätze von Fritz Klein auf und entwickelt aus ihnen eine Art politisches Handlungsprogramm für die LGBT-Bewegung.

Kindheit, Jugend und erster Kontakt zur Bi-Bewegung

Robyn Ochs wuchs im südlich von New York City gelegenen Far Rockaway auf. Ihr Elternhaus ist feministisch ausgerichtet. Ihre dominante Mutter ist kommunalpolitisch tätig und vielfältig sozial engagiert. Das gesamte familiäre Umfeld ist eng verzahnt mit der Bürgerrechts-, Friedens- und Umweltbewegung. Die in den USA berühmten Protestsongs ihres Onkels, Phil Ochs, begleiten sie durch Kindheit und Jugend.

Mitte der 1970er-Jahre während ihrer Zeit im Westchester College, im Norden New Yorks, wurde sie sich nach und nach ihrer bisexuellen Identität bewusst. 1982 zog sie von Far Rockaway nach Boston. Hier fand sie erstmals Kontakt zu anderen bisexuellen Frauen und durchlebte ihr Comig Out gegenüber ihrem Umfeld und ihrer Familie. 1983 wird sie zur Mitbegründerin des "Boston Bisexual Women's Network", einer bis heute bestehenden Vereinigung bisexueller Frauen.

Berufliches und gesellschaftliches Engagement

Ab 1985 ist sie im Hauptberuf Verwaltungsangestellte an der Harvard-Universität in Cambridge (Massachusetts/USA). 2001 wechselt sie hier zu einer Teilzeittätigkeit, um Beruf, ehrenamtliches Engagement und Privatleben miteinander in Einklang halten zu können.

Ebenfalls 1985 unterstützt sie in Boston den Aufbau des "The East Coast Bisexual Network", das heute unter dem Namen "Bisexual Resource Center" weltweit Informationen zum Thema Bisexualität verbreitet und engagierten Einzelpersonen und Organisationen der Bi-Bewegung mit Rat und Tat beiseite steht. Ferner richtet es Bi-Konferenzen aus, so etwa die fünfte internationale Bi-Konferenz im Jahre 1998 in Boston.

Robyn Ochs schreibt Abhandlungen und Essays für diverse Anthologien, veröffentlicht Zeitungsartikel und gibt zahlreiche Interviews. Sie profiliert sich als Expertin in Sachen Bisexualität , Identität und Zuschreibungen, Homophobie und Biphobie. Als Vorkämpferin der Bi-Bewegung ist sie häufig Gast in Fernseh-Talk-Shows.

1991 nimmt sie eine Lehrtätigkeit am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (Massachusetts) auf. Hier, wie auch ab 1992 an der Tufts University, doziert sie zunächst über Bisexualität . Sie erweitert ihr Unterrichtsspektrum später mehrfach.

Mitte der 90er Jahre macht sich Robyn Ochs zur Wortführerin in der US-amerikanischen "Marriage Equality"-Debatte, indem sie sich öffentlichkeitswirksam für die juristische Öffnung des Eheinstituts für gleichgeschlechtliche Paare einsetzt. Am 17. Mai 2004 heiratet sie ihre langjährige Lebensgefährtin, Peg Perble. Es ist der erste Tag in den USA, an dem gleichgeschlechtlichen Paaren dies möglich ist.

Wichtige Denkanstösse

Teilnahme an Konferenzen

Ehrungen

Werk

Weblinks

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