Reparative TherapieAls Reparative Therapie (auch Konversionstherapie ) sind die Behandlungsansätze der Ex-Gay-Bewegung gemeint, die das Ziel haben, die sexuelle Orientierung von Homosexualität zur Heterosexualität hin zu verändern. Gebrauch des BegriffesEs ist darauf zu achten, dass der Begriff Reparative Therapie verschieden gebraucht wird. Reparative Therapie im engeren Sinne ist die, von Joseph Nicolosi entwickelte, ursprüngliche Namensgeberin dieser Therapien. Sie geht davon aus, dass die Homoesxualität selbst einen "reparativen Antrieb" darstellt, der ein Entwicklungsproblem kompensieren soll. Durch Suche und Behandlung des Entwicklungsproblems soll dem reparativen Antrieb der Nährboden entzogen und für einige ein heterosexuelles Leben ermöglicht werden. Reparative Therapie im weiteren Sinne schließt neben der Methode von Nicolosi auch andere Methoden mit dem Ziel der Umorientierung von Homosexualität ein, wobei sich der Ausdruck oft auf säkulare Methoden beschränkt. Der Präsident von NARTH, Dean Byrd verwendet für diese Therapien den Oberbegriff Reorientierungstherapien. HintergründeVerfechter der Reparativen Therapie stehen auf dem Standpunkt, dass Homosexualität nicht ausschließlich genetisch begründet und angeboren sei sondern auf einer Kombination von Veranlagung und verschiedenen komplexen Lebenserfahrungen in der Kindheit und Jugend der Betroffenen zurückzuführen sei. Zu diesen Lebenserfahrungen werden unter anderem die Herkunft, das Temperament, Verletzungen durch das gleichgeschlechtliche Elternteil, Verletzungen durch das gegengeschlechtliche Elternteil, Verletzungen durch Geschwister, Familienentwicklungen, sexueller Missbrauch, soziale Verletzungen und kulturelle Verletzungen gezählt. Zwischen Verfechtern der reparativen Therapie und Verfechtern der affirmativen Therapie wird sehr unterschiedlich argumentiert in der Frage, wie man einen Klient behandeln soll, der seine sexuelle Orientierung verändern möchte. Throckmorton und Yarhouse haben 2007 neutrale Richtlinien vorgeschlagen, nach denen ein Therapeut, ungeachtet seiner eigenen Einstellung mit dem Klienten aufgrund von dessen persönlichen Werten, religiöser Einstellung und sexuellen Gefühlen erarbeiten kann, welches die geeignete Therapie für den sexuellen Identitätskonflikt des Klienten ist. MethodenKritikLiteraturWeblinksVerwandte Themen
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