Raewyn Connell

Raewyn Connell (ehemals auch Bob Connell oder Robert William Connell ) , geboren am 3. Januar 1944, ist eine australische Soziologin, die sich kritisch mit Kultur, Medien ("ruling class - ruling culture") und politischer Herrschaft beschäftigt und sich zunehmend auf Geschlechterforschung spezialisiert hat. Raewyn Connell ist Professorin für Erziehungswissenschaften an der Universität von Sydney. Sie ist eine der bedeutendsten Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der Männerforschung. Sie hat einen emanzipatorischen Ansatz und verwendet Theorien und Konzepte der feministischen Geschlechterforschung, um die Situation von Männern in unserer Gesellschaft zu analysieren. Ihr bekanntestes Forschungsergebnis ist das Konzept einer hegemonialen Männlichkeit .

"Ruling Class - Ruling Culture"

Raewyn Connell publizierte als Soziologie-Lehrstuhlinhaberin der Macquari University ihr damals auch international beachtetes Buch "Ruling Class - Ruling Culture" (1977). Der Ansatz ist in ihrem Selbstverständnis eine Anti-"bullshit sociology " der "Aussie "-Gesellschaft (Alphons Silbermann), politisch an Antonio Gramscis Hegemoniekonzept und soziologisch an Charles Wright Mills elitenkritischer Machtsoziologie orientiert. Connell mahnt eine differenzierte Klassenanalyse der australischen Gesellschaft an, in einer teilweise polemischen Auseinandersetzung mit (bis Mitte der 1970er Jahre vorliegenden) Sozialstrukturanalysen australischer Soziologen. Es folgen Fallstudien zur herrschenden Klasse des Fünften Kontinents und ihrer "Ruling Culture ". Diese wird in vier Abschnitten vorgestellt: (i) Einleitend geht es um empirische Evidenzen zum durch frühe Erfahrungen und Kindheit bestimmten Klassenbewusstsein, sodann (ii) um personale Sozialisation und um (iii) medienbestimte Mittelschichtstile ("middle-class culture "), schließlich ausblickend um (iv) die "pattern of hegemony " genannte Frage: Wer (beherrscht) wen?

Zitat zu Connells Konzept hegemonialer Männlichkeit

Im Konzept der hegemonialen Männlichkeit zeigt Connell die ungleichheitsstrukturierende Kraft von Geschlecht auf: In seiner Analyse von Männlichkeitskonstruktionen als Hegemonie beanspruchend, nach Hegemonie strebend und sich um Hegemonie gruppierend verwendet er die Kategorie gender, um Ausgrenzungs- und Privilegierungsmuster entlang einer geschlechtlichen Ordnung zu erkennen. Er deckt dabei ebenso die Mittel auf, mit denen hegemoniale Männlichkeit hergestellt wird, als auch die Funktion, die die Unterordnung bestimmter Gruppen von Männern zur Herstellung oder zum Erhalt der Hegemonie anderer Männer einnimmt.

Wirkungsgeschichtliche Aspekte

Werke (Auswahl)

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