Queercore

Aus dem "Punk-Revival" der frühen 1990er Jahre entstand der Queercore ("Homocore"/"Queerpunk") als eine melodischere und textlich tiefsinnigere Spielweise des Genres.

Queercore-Bands wie "Team Dresch" oder "God Is My Co-Pilot" bestanden durchweg aus homosexuellen Mitgliedern, die aufgrund ihrer sexuellen Neigung ausgegrenzt worden waren. Im Queercore nun wurde die Abgrenzung von jenen Akteuren selbst übernommen. Aus diesen Erfahrungen der Ablehnung und der Ausgrenzung zog der Queercore seine Energie und Stärke. Der Begriff queer (engl. Slang, meist für Homosexualität , aber für Abweichungen von der sexuellen Norm der Gesellschaft) wurde durch die fast stolze, selbstbewusste Benutzung ebendieser Gruppierung ihres negativen Anhangs entledigt. Der Stolz, anders zu sein und sich nicht dem aktuell dominierenden Normen- und Wertesystem zu unterwerfen, spiegelt die ideellen Grundideen des Punk wider und zeigt Queercore als direkte Subkultur.

Die Texte wurden dominiert von den oben erwähnten Ausgrenzungs- aber auch Liebes- und Leidens-Themenfeldern. Hier wurde die zerstörerische Haltung des in den Aussagen des ursprünglichen Punk deutlich vermindert/erleichtert. Statt gegen das System zu kämpfen gibt sich der Queercore häufig mit der Abgrenzung vom solchen zufrieden.

Siehe auch: Riot Grrrl Wichtige / bekannteste Vertreter des Queercore:

  • Behead The Prophet, No Lord Shall Live
  • Fifth Column
  • God Is My Co-Pilot
  • Gravy Train!!!!
  • The Hidden Cameras
  • Humousexual
  • Kids on TV
  • Leftover Crack
  • Lesbians on Ecstasy
  • Limpwrist
  • Low End Models
  • Mukilteo Fairies
  • The Need
  • Pansy Division
  • Rhythm King And Her Friends
  • Sta-Prest
  • Team Dresch
  • Three Dollar Bill
  • Tribe 8

Literatur

  • David Ciminelli, Ken Knox: Homocore: The Loud and Raucous Rise of Queer Rock, Alyson Publications, 2005
  • Amy Spencer: DIY: The Rise Of Lo-Fi , Marion Boyars Publishers, 2005, ISBN 0-7145-3105-7

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