Pro-Choice

Pro-Choice wird als allgemeine Selbstbeschreibung für Menschen benutzt, die glauben, dass die Option eines Schwangerschaftsabbruchs eine gesetzlich geschützte und legale Möglichkeit für eine schwangere Frau sein sollte.

Pro-Life und Pro-Choice sind beides Beispiele für politische Rahmensetzungen: Es sind Terminologien, die absichtlich versuchen ihre Auffassungen im bestmöglichen Glanz erstrahlen zu lassen, während bei der Definition dieser Auffassungen versucht wird die Gegner oder Gegenbewegungen im schlechtestmöglichen Glanz erstrahlen zu lassen (ob jemand gegen das Leben oder gegen die "Wahl" ist). Gegner dieser Sichtweise verweisen auf Menschen, die für "Pro-Choice" sind, mit Ausdrücken wie "Anti-life" (gegen das Leben) oder "Pro-Abtreibung". "Pro-Choice"-Anhänger erheben Einspruch gegen diese Terminologie und vertreten vehement, dass der Ausdruck "Pro-Abtreibung" nicht angemessen ist, weil sie Abtreibungen nicht begünstigen. Es ist vielmehr so, dass sie Abtreibungsrechte als eine Erweiterung der Selbstbestimmung der Frauen sehen. Ihre Gegner wiederum machen ihre Wahl des Etiketts "Pro-Choice" strittig: er beinhalte, ihrer Auffassung nach, die gefühlsmäßige Betonung, dass Menschen, die gegen diese politischen Meinungen sind, auch gegen die generelle Option des Wählens seien, die in den USA und der westlichen Welt hochgradig wertvoll sei.

Gegner der Abtreibung argumentieren zusätzlich damit, dass "Pro-Choice" eine falsche Bezeichnung sei, weil "Pro-Choice"-Aktivisten gesetzliche Maßnahmen wie die Zustimmung zur Abtreibung selbst nach einem Beratungsgespräch ablehnen und das sogar dann wenn solche Gesetze das legale Recht der Frau auf Abtreibung lediglich verzögern und nicht einschränken. Seit die Beratungsgespräche zur Abtreibung ein Vorläufer für jegliche medizinische Behandlung geworden sind, so argumentieren einige praktizierende Ärzte und viele Juristen, sei jede gesetzliche Bereitstellung für weitere Erleichterung in dieser Frage ein Kompromiss an die Fähigkeiten und die Diskretion des Arztes. Einige "Pro-Choice"-Aktivisten sind davon überzeugt, dass eine Abtreibung das letzte Mittel sein sollte, wenn die Mutter nicht in der Lage sein sollte das Kind alleine groß zu ziehen oder zur Adoption freizugeben oder aber wenn die Schwangerschaft das Leben oder die Gesundheit der Mutter gefährdet. Sie glauben auch, dass "Pro-Life"-Aktivisten diese Art der Sicht verzerren, indem sie behaupten, dass "Pro-Choice"-Aktivisten sich wünschen, dass die Abtreibung als eine gängige Form der Empfängnisverhütung angesehen wird. Gemäßigte Anhänger beider Bewegungen sehen die Abtreibung als absolut letztes Mittel als einen Grund für eine vernünftige Debatte darüber an.

Im Oxford English Dictionary taucht der Begriff "Pro-Choice" erst seit 1975 auf, also zu einer Zeit in der die Frage nach der Legalität einer Abtreibung in verstärkter Form diskutiert wurde. Dies ging auf das Gerichtsurteil im Fall Roe vs. Wade zurück. In diesem Fall entschied der Supreme Court, dass Abtreibungen während des ersten und zweiten Trimesters einer Schwangerschaft zulässig sind und dass sie während des dritten Trimesters nur angewendet werden dürften, wenn das Leben der Frau oder ihre Gesundheit gefährdet wäen.

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