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Zurück zum Haupttext "Pollution" Pollution: Physiologische GrundlagenPräpubertärUnter dem Ansteigen der Gonadotropinkonzentration im Blut erhöht sich bei Jungen schon deutlich vor der eigentlichen Pubertät die Testosteronproduktion in den Leydig-Zellen der Hoden wie auch die anschließende Ausschüttung des Geschlechtshormons in das Blut. In der Regel wird kurz vor der Pubertät eine zwei- bis dreifach erhöhter Testosteronspiegel erreicht. Deshalb können bei manchen Jungen schon vor der Pubertät von den akzessorischen Geschlechtsdrüsen insbesondere die Prostata in der Lage sein, bei entsprechender Stimulation ein Sekret zu bilden. So ist es bei diesen Heranwachsende durchaus möglich, dass auch ein oder mehrere Jahre vor der Geschlechtsreife bei einem wie auch immer ausgelösten Orgasmus eine - wenn auch sehr geringe - Ausscheidung von überwiegend Prostatasekret stattfinden kann. Wird eine derartige Ausscheidung auch als Ejakulation bezeichnet, besteht das dabei ausgeschiedene Ejakulat allein aus Sekreten (Seminalplasma) ohne Anwesenheit von Spermien (Samen), da selbige zu diesem Zeitpunkt in aller Regel noch nicht in den Hoden gebildet werden. Ob in dieser Zeit bei ständiger oder vorübergehender sexueller Enthaltsamkeit gelegentlich auch ein unwillkürlicher Orgasmus im Schlaf auftreten kann, ist bislang nicht bekannt. IntrapubertärUnter dem Einfluss des durch die erhöhte Gonadotropinkonzentration ausgelösten Testosteronspiegelanstiegs setzt sich innerhalb der Pubertät das Wachstum des Penis, der Hoden, Nebenhoden, Samenleiter und der akzessorischen Geschlechtsdrüsen fort. Die Hoden beginnen meist in der Mitte der Pubertät erste Spermien zu produzieren (Spermarche). In zeitlicher Nähe dazu kommt es anschließend zu einer ersten Ejakulation im Sinne von "Samenerguss" (Ejakularche), entweder bei einem durch sexuelle Aktivität bewusst ausgelösten Orgasmus, oder bei einer ersten Pollution (Polluarche). Damit hat die Geschlechtsreifung ihren Zielpunkt, die "Geschlechtsreife", erreicht. Eine Pollution ist grundsätzlich ein völlig harmloser und natürlicher Vorgang, welcher durch einen unbewussten Orgasmus im Schlaf ausgelöst wird. BegleiterscheinungenEine Pollution ist immer von einer Erektion des Penis begleitet. TräumeDie Träume vor und besonders während der Pollution können dabei erotische Inhalte haben, der Träumer kann auch durch das Ereignis erwachen und sich dann an diese Träume erinnern. Da im Schlaf beziehungsweise in der Traumphase zumindest die bewussten Kontrollmechanismen fehlen, können nach E. J. Haeberle, 1983, solche erotischen Träume durchaus ungewöhnliches oder gesellschaftlich nicht toleriertes und gegebenenfalls auch strafrechtlich verbotenes Verhalten ausdrücken. Normale Hemmungen, Zwänge oder Normen seien während des Schlafens in Träumen weniger wirksam, weshalb viele unbewusste, unterdrückte oder verdrängte sexuelle Wünsche auch und besonders in diesen Träumen zum Ausdruck kommen können. Derartige Träume gelten selbstverständlich weder als Verursacher noch als Auslöser der Pollution, sondern sind lediglich als häufige Begleitumstände anzusehen, da auch nicht jede Pollution von einem erotischen Traum begleitet sein muss. Sehr oft wird der Schlaf durch die Pollution nicht unterbrochen und der Betreffende stellt erst einige Zeit später durch mehr oder minder eingetrocknete Spermaflecke (umgangssprachlich sehr oft als kalter Bauer bezeichnet) beim Erwachen fest, dass er im Schlaf eine Pollution hatte. Ähnliche Themen:
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