|
Zurück zum Haupttext "Phallografie" Phallografie: AnwendungsgebieteDie Phallografie hat verschiedene Anwendungen in der Medizin, Kriminologie und Sexualtherapie. PotenzstörungenPhallografien werden in Schlaflabors durchgeführt, um nächtliche Schlaferektionen zu messen und aufzuzeichnen. Dadurch kann im Fall einer Potenzstörung geprüft werden, ob eine seelische oder eine körperliche Ursache für die erektile Dysfunktion des Patienten vorliegt. Kriminologische UntersuchungenWeiterhin lässt sich die Technik der Phallografie dazu verwenden, die "sexuellen Präferenzen" von männlichen Personen zu ermitteln. Dies geschieht hauptsächlich im Rahmen von Strafverfahren gegen Tatverdächtige bei Sexualdelikten. Dabei werden die Probanden sexuellen Reizen, meist einschlägigen Bildern und Filmen, ausgesetzt. Leistet ein Verdächtiger "rechtswidrigen Widerstand" gegen diese Untersuchungsmethode, so kann er zwangsweise an das Bett fixiert werden; die Phallographie benötigt keine Kooperation der Testperson. Eine solche phallografische Untersuchung kann bis zu drei Tage andauern. Die strafrechtliche und ethische Zulässigkeit solcher Untersuchungen ist umstritten. Im deutschen Strafprozessrecht gilt eine zwangsweise Phallografie ohne Einwilligung des Beschuldigten zur Aufzeichnung seiner Penisreaktion auf sexuelle Reize eigentlich als unzulässige medizinische Zwangsmaßnahme. Dennoch werden solche phallografischen Untersuchungen im Rahmen von Strafverfahren offenbar auch in Deutschland durchgeführt. Das Oberlandesgericht Köln entschied 2004, dass die phallografische Nachtschlafuntersuchung eines 81-jährigen Tatverdächtigen zulässig sei, nicht aber eine phallografische Untersuchung, bei der der Proband sexuellen Reizen ausgesetzt wird, da diese die Menschenwürde des Verdächtigen und seine Freiheit seiner Willensentscheidung verletze. AversionstherapieIn den USA wird die Phallografie seit den 1980er Jahren im Rahmen von Aversionstherapien eingesetzt, um die sexuellen Präferenzen von minderjährigen Sexualstraftätern gezielt zu verändern. Dabei werden den Jugendlichen Erektionsmessgeräte am Penis befestigt und sie werden sexuellen Reizen wie Bildern, Tonaufnahmen oder Videos ausgesetzt. Sobald sie eine (Teil-)erektion haben, erhalten sie negative Reize wie Elektroschocks oder augenreizende Ammoniakdämpfe. Über diese umstrittenene Therapieform, deren Existenz der breiten Öffentlichkeit noch unbekannt ist, berichtete unter anderem ein Telepolis-Artikel im Jahr 2000 (siehe Weblinks). Ähnliche Themen:Verwandte ThemenZurück zum Haupttext "Phallografie" Index: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Phallografie" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren über folgende Adresse verfügbar: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Phallografie&action=history
|
Anwendungsgebiete
Aufzeichnung
Aversionstherapie
Berovici
Durchblutung
Dysfunktion
Erregung
Geer
Kriminologie
Kriminologische
Medizin
Palti
Penis
Phallografie
Phallographie
Potenzstörung
Proband
Präferenzen
Reize
Sexualtherapie
Sintchak
Strafprozessrecht
Strafverfahren
Tatverdächtige
VPG
Vagina
Zwangsmaßnahme
|