Petrinisches Privileg

Das Petrinische Privileg (Latein: privilegium petrinum ) ist die Möglichkeit innerhalb des römisch-katholischen Kirchenrechts eine gültig geschlossene, jedoch nicht vollzogene, Ehe zugunsten des Glaubens aufzulösen. Die Gewährung des Petrinischen Privilegs ist dem Papst vorbehalten (dies ist auch der Grund für die Bezeichnung, da der Papst nach kirchlicher Lehre der Nachfolger des Apostel Petrus ist).

Im Gegensatz zum Paulinischen Privileg bedarf es beim privilegium petrinum einer Antragstellung, wobei der Papst die gültige aber nicht vollzogene Ehe aus einem gerechten Grund auflösen kann, was aber nur in ganz wenigen Einzelfällen geschieht.

Der Unterschied dieser beiden zur Eheannullierung besteht darin, dass die Annullierung rechtswirksam feststellt, dass eine Ehe von Anfang an ungültig war, während die Privilegien eine gültig geschlossene Ehe aufheben. Durch die Aufhebung einer gültigen Ehe ergeben sich auch alle Ehefolgen und somit auch Scheidungsfolgen .

Index: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Petrinisches Privileg" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren über folgende Adresse verfügbar: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Petrinisches+Privileg&action=history