People v. JovanovicPeople v. Jovanovic ("Das Volk gegen Jovanovic") ist der Titel eines US-amerikanischen Gerichtsverfahrens aus dem Staat New York, das unter anderem bedeutende rechtliche Risiken für Sadomasochisten aufzeigt, die ihm Rahmen von SSC einvernehmliche Körperverletzung praktizieren. Die US-amerikanische Bestsellerautorin Linda Fairstein spielte in dem Verfahren in ihrer damaligen Funktion als Anklagevertreterin eine umstrittene Rolle . Das Verfahren warf bedeutende Fragen in der Beweisbewertung vor den Bestimmungen des US-amerikanischen Opferschutzgesetzes Rape Shield Law auf und hatte ein außergewöhnlich starkes Medienecho in der US-amerikanischen Öffentlichkeit. Der 1966 geborene Oliver Jovanovic wurde 1996 im einem Strafverfahren beschuldigt, die 1976 geborene Jamie Rzucek einer sadomasochistischen Folter unterzogen zu haben, nachdem er sie kurz zuvor im Internet kennengelernt hatte. Nachdem Jovanovic zunächst 1998 für schuldig befunden und verurteilt wurde, führte ein Berufungsverfahren 1999 dazu, dass dieses Urteil verworfen wurde, da Teile des E-Mail-Verkehrs zwischen den beiden Beteiligten innerhalb des Verfahrens vorschriftswidrig als Beweis ausgeschlossen worden waren. Jamie Rzucek verweigerte im Wiederaufnahmeverfahren die Aussage, so dass der Fall schließlich eingestellt wurde. VorgeschichteIm Sommer 1996 lernte die am Barnard College eingeschriebene Studentin Jamie Rzucek in einem Internet-Chatroom den an der Columbia University tätigen angehenden Mikrobiologen Oliver Jovanovic kennen. Sie tauschten mehrere E-Mails aus und telefonierten wiederholt miteinander. In den ausgetauschten Botschaften erwähnte Jovanovic Fotoaufnahmen des kontroversen Künstlers Joel-Peter Witkin, die Leichen als Motive hatten, und Rzucek beschrieb ihr Interesse an Snuff-Filmen . Am 22. November 1996 trafen sich die beiden zu einem gemeinsamen Abendessen und gingen anschließend in Jovanovics Wohnung, wo sie sich gemeinsam ein Video des Films Meet the Feebles anschauten. Später behauptete Rzucek, dass sie im Anschluss hieran gegen ihren Willen für 20 Stunden festgehalten, gefesselt, geknebelt und auf unterschiedliche Weise sexuell missbraucht und gefoltert worden wäre. Jovanovic beharrte darauf, dass alle Handlungen auf Einvernehmlichkeit zwischen den Beteiligten beruht hätten. Nach diesen Geschehnissen tauschten die beiden weitere E-Mails aus. In einer dieser E-Mails schilderte Rzucek ihren Zustand so, dass sie zwar "... körperlich und geistig ziemlich zerschrammt, aber noch niemals so glücklich gewesen sei, lebendig zu sein." Weiterhin schrieb sie unter Verwendung eines Zitats aus Burroughs Naked Lunch: "Der Geschmack ist so überwältigend köstlich und zur gleichen Zeit recht betäubend." Kurz darauf erstattete Rzucek Anzeige bei der Polizei, nachdem sie sich zuvor mit Freunden und Familienangehörigen über die Geschehnisse unterhalten hatte. Linda Fairstein, Verantwortliche der Abteilung Sexualverbrechen im Büro des Bezirksstaatsanwaltes von Manhattan, leitete daraufhin ein Strafverfolgungsverfahren ein. Urteil und FolgenWiederaufnahmeLiteraturSiehe auchWeblinksVerwandte ThemenIndex: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "People v. Jovanovic" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren über folgende Adresse verfügbar: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=People+v.+Jovanovic&action=history
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