Penisvergrößerung

Unter Penisvergrößerung versteht man Methoden, die der Vergrößerung des männlichen Penis dienen sollen.

Viele Männer, die mit ihrer Penisgröße unzufrieden sind und eine Vergrößerung erwägen, verfügen über einen durchschnittlich (langen/großen/kleinen?) Penis . Oftmals steht eine psychische Komponente im Vordergrund.

Methoden

Bei allen dargestellten Methoden ist eine Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen.

  • Bei der chirurgischen Penisvergrößerung wird durch einen Schlüssellocheingriff das Halteband des Penis durchtrennt und umgestaltet, wodurch eine bis etwa 2 - 3 cm große Narbe (bei älteren Methoden auch länger) im Schamhaarbereich entsteht. Dadurch wird der Penis als Gesamtorgan nicht verlängert, tritt jedoch weiter aus dem Körper hervor. Der außen liegende Schaft kann dadurch um mehrere Zentimeter verlängert werden.
  • Eine Verdickung kann durch Transplantation körpereigener Hautschichten, durch autologe Fetttransplantation (eine besonderen Art der Fettunterspritzung) oder durch einfache Unterspritzung mit körpereigenem Fettgewebe erfolgen. Das Fett wird bei der einfachen Unterspritzung jedoch nach und nach wieder resorbiert, womit das Ergebnis nicht dauerhaft ist. Die Eingriffe sind mit Risiken verbunden.
  • Mittels eines mechanischen Gerätes kann Zug auf den Penis ausgeübt werden. Der Penis wird durch Dehnung aus dem Körper gezogen. Dabei wird sowohl das Halteband als auch das Gewebe einem Dehnungsreiz ausgesetzt. Bei der Verwendung des Gerätes (Gurt, Strecker oder Gewichte) wird ein gleichmäßiger, mechanischer Zug auf den Penis ausgeübt. Durch diese permanente, angeblich schmerzfreie Dehnung soll das Glied regelrecht aus dem Körper gezogen werden. Eine Studie der Urologischen Klinik des Markus-Krankenhauses Frankfurt bestätigte die Wirkung eines Gerätes. Aufgrund des Heilmittelgesetzes darf sie nicht zur Werbung verwendet werden (Aktenzeichen 17HK O 266/07 Landgericht München I).
  • Verschiedene Melkmethoden, Jelqing genannt, sollen ebenfalls über Dehnungseffekte eine Vergrößerung erreichen. Dabei sollen im halberigierten Zustand verschiedene Übungen absolviert werden. Angeblich stammt diese Technik aus Afrika oder dem Orient. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass es sich um einen Scherz handelt, abgeleitet aus Jerking (engl. to jerk off , vulgär für masturbieren bzw. ejakulieren). Der Nutzen ist spekulativ.
  • Mittels Vakuumpumpen kann eine vorübergehende Penisvergrößerung - vor allem des Umfangs - erzielt werden; zum einen, weil durch das Vakuum vermehrt Blut in die Schwellkörper einströmt und die Erektion verstärkt wird; zum anderen, weil bei längerer Anwendung zusätzliche Gewebeflüssigkeit gebildet wird, die die Hautschichten anschwellen lässt. Eine andauernde Wirkung lässt sich angeblich bei regelmäßiger und intensiver Anwendung über einen längeren Zeitraum erzielen, dies ist jedoch nicht belegt.
  • Eine Form der extremen Penisverdickung ist das Einspritzen von Silikon. Die gesundheitlichen Risiken sind enorm und die Veränderung ist irreversibel.

Siehe auch

Weblinks

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