Outgames

Die World Outgames sind ein Sport- und Kulturfestival von und für Lesben Schwule, Bisexuelle und Transpersonen, welches erstmals vom 29. Juli bis zum 5. August 2006 im kanadischen Montréal stattfand. Dieses Sport-Event war seit den Olympischen Sommerspielen 1976 das größte internationale Sportfestival in der größten Stadt der Provinz Québec.

Die Outgames sind offen für Teilnehmer jeglicher sexuellen Orientierung, die Teilnahme erfordert keine Qualifikation. Sie vernetzen Athleten und Artisten aus aller Welt, darunter auch jene Sportler und Künstler, in deren Herkunftsländern Homosexualität verboten oder verborgen ist. Die Organisation, die Stadt Québec sowie die Provinz Montréal konnten 2006 über 10.000 Athleten aus über 100 Ländern begrüßen. Unmittelbar vor den Outgames hatte eine Konferenz zum Thema LGBT-Menschenrechte mit 1.500 Teilnehmer stattgefunden, und mehr als 5.000 Freiwillige halfen mit, die beiden gekoppelten Events zu organisieren.

Finanziell waren die Outgames ein Desaster für die Veranstalter. 5,3 Millionen kanadische Dollar Verlust haben die Veranstalter angehäuft und inzwischen Insolvenz angemeldet.

Geschichte

Die Outgames sind nicht mit den Gay Games zu verwechseln. Eigentlich sollten Montréal 2006 die VII. Gay Games ausrichten, doch weil sie sich mit der Gay-Games Organisation FGG (Federation of Gay Games) nicht einigen konnte, entzog diese in 2004 Montreal kurzfristig die Lizenz zur Ausrichtung und vergab die VII. Gay Games stattdessen nach Chicago. Da Montréal schon mitten in den Vorbereitungen steckte, beschlossen die Organisatoren, ein ganz neues Event ins Leben zu rufen und dieses zugleich mit einer politischen Botschaft zu koppeln. So entstanden die 1st World Outgames, die außer von der Stadt Montréal, der Provinz Québec, der Regierung Kanadas von zahlreichen Unternehmen und Medienhäusern gesponsert wurden.

Ausblicke

Die 2. World Outgames werden 2009 in Kopenhagen und anschließend alle vier Jahre stattfinden. Nachdem Berlin seine Bewerbung für 2009 nicht aufrechterhalten konnte, wurde am 2. September 2005 Kopenhagen als Austragungsort für die Outgames 2009 auserkoren.

Konzept

Den Outgames geht eine Menschenrechtskonferenz voran. Dadurch soll ein Zusammenwirken von Sport, Kultur und Menschenrechtsarbeit erreicht werden. An der erste derartigen Konferenz nahmen EU-Kommissar Vladimir Spidla, die Menschenrechtsbeauftragte der Vereinten Nationen Louise Arbour, Abgeordnete, darunter Volker Beck (Politiker) aus Deutschland und Ulrike Lunacek aus Österreich sowie Richter der Obersten Gerichtshöfe zahlreicher Nationen teil.

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