Marion Zimmer Bradley

Marion Zimmer Bradley (* 3. Juni 1930 in Albany (New York); gest. 25. September 1999 in Berkeley (Kalifornien)  war eine US-amerikanische Schriftstellerin.

Bekannt geworden ist Marion Zimmer Bradley vor allen Dingen mit ihren Fantasy-Romanen. Bei den erfolgreichsten handelt es sich um die Geschichten aus dem Darkover-Zyklus sowie den Roman "Die Nebel von Avalon". Letzterer schildert die Artussage aus Sicht einer Frau . "Die Nebel von Avalon" wurde im Jahr 2000 für das Fernsehen verfilmt und 2001 ausgestrahlt.

Ein weiteres sehr erfolgreiches Buch der Autorin ist "Die Feuer von Troja", in welchem der trojanische Krieg aus Sicht der Priesterin Kassandra neu erzählt wird.

Sie hat in der US-amerikanischen Science Fiction das Thema Homosexualität enttabuisiert und es vorurteilslos dargestellt.

Marion Zimmer Bradley schrieb auch unter den Pseudonymen Lee Chapman, John Dexter, Miriam Gardner, Valerie Graves, Morgan Ives und John J. Wells.

Leben

Als Marion Eleanor Zimmer wurde Bradley 1930 in Albany geboren. Schon mit elf Jahren schrieb sie historische Romane. Im Jahre 1946 begann sie ein Lehramtsstudium am Lehrerkolleg des New York State College, doch brach sie es vorzeitig ab, heiratete 1949 den dreißig Jahre älteren Eisenbahnangestellten Robert Bradley und gebar ihren ersten Sohn, David Bradley. Jahre später setzte sie ihr Studium fort und beendete es 1965 erfolgreich an der wenig bekannten Hardin Simmons University in Abilene (Texas).

Anfang der Fünfzigerjahre fing sie an zu schreiben und brachte ihre ersten Romane 1953 heraus, doch erst mit der zwischen 1982 und 2000 erschienenen Avalon-Saga sollte sie weltweit erfolgreich werden. Im Jahre 1964 ließ sie sich scheiden und heiratete wenige Wochen später Walter Henry Breen, einen Autor und Numismatiker, der auch zur Geschichte von Homosexualität und Päderastie forschte. Mit ihm bekam sie zwei weitere Kinder.

Danach trat sie ein Aufbaustudium an der renommierten University of California, Berkeley an und wurde Mitbegründerin der Society for Creative Anachronism. 1979 trennte sie sich von Breen, die beiden blieben aber bis zu ihrem Tod in der gleichen Straße wohnen. 1980 ließ sie sich zusammen mit Breen zu Priestern der "Holy Apostolic-Catholic Church of the East (Chaldean-Syrian)" weihen.

Mit ihren Schwägerinnen Diana L. Paxson und Tracy Blackstone und ihrem Bruder Paul Edwin Zimmer wohnte sie in dem Schriftstellerhaushalt Greyhaven, später bis zu ihrem Tod in dem Haus Greenwalls , beides in Berkeley (Kalifornien). Am 21. September 1999 erlitt Marion Zimmer Bradley einen Herzanfall, an dessen Folgen sie am 25. September desselben Jahres verstarb.

Wichtige Daten:

  • 1949 heiratete sie Robert Alden Bradley, einen Eisenbahnangestellten, der dreißig Jahre älter als sie war. Sie zog mit ihm nach Texas
  • 1950 bekam sie ihr erstes Kind, David Bradley
  • 1950-1953 fing sie an erste Bücher zu schreiben, weil sie das Leben mit ihrem Mann nicht mehr ertragen konnte und beim Schreiben Ablenkung fand
  • 1953 erschien ihre erste Story in dem Magazin "Vortex SF"
  • 1957 wurde "Bird Of Prey" veröffentlicht (das auf Al - Merdin, einer Welt mit telepathischen Bewohnern spielte - hier findet sich der erste Hinweis auf das spätere Konzept der Darkover-Romane)
  • 1962 erschien ihr erster Darkover-Roman, "Das Schwert des Aldones"
  • 1963 wurde sie von ihrem Mann geschieden
  • 1964 heiratete sie Walter Henry Breen (Numismatiker), sie zogen nach Berkeley, CA
  • 1964 bekam sie ihren zweiten Sohn Patrick Breen
  • 1966 bekam sie eine Tochter, Dorothy Breen
  • 1982 schrieb sie ihren ersten Bestseller "Die Nebel von Avalon", der sich millionenfach verkaufte.
  • 1984 wurde sie in der Kategorie Fantasy-Roman mit dem Locus Poll Award ausgezeichnet
  • 1988 bis zu ihrem Tod gab Marion Zimmer Bradley ein Fantasy Magazine heraus, das sich durch einen außergewöhnlich hohen Frauenanteil auszeichnete
  • 1999 erlitt Bradley einen tödlichen Herzanfall
  • 2000 wurde Bradleys Lebenswerk mit dem World Fantasy Life Achievement Award gewürdigt

Werke

Verfilmungen

Auszeichnungen

Literatur

Weblinks

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