Maria Antonia von BranconiMaria Antonia von Branconi , geb. von Elsner (* 27. Oktober 1746 in Genua; gest. 7. Juli 1793 in Abano) war Mätresse des Erbprinzen Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig, Freundin von Johann Wolfgang von Goethe und Besitzerin mehrerer Güter, darunter Langenstein (Harzvorland). Die Branconi galt zu ihrer Zeit als schönste Frau Deutschlands. LebenDie Tochter deutsch-italienischer Eltern wuchs in Neapel auf. Im Alter von 12 Jahren wurde sie mit dem königlich Neapolitanischen Erbpächter J. J. F. Pessina de Branconi (gest. 1766) verheiratet, war aber bereits mit 20 Jahren Witwe und Mutter eines Sohnes und einer Tochter. Sie lernte im November 1766 den Braunschweiger Thronfolger Karl Wilhelm Ferdinand (1735-1806) kennen, der sich nach seiner Heirat im Jahre 1764 auf ausgedehnten Studienreisen durch Europa befand. Herzogliche Mätresse in BraunschweigSie ging mit dem braunschweigischen Erbprinzen als dessen offizielle Mätresse nach Braunschweig. Der gemeinsame Sohn Karl Anton Ferdinand (1767-1794) wurde am 29. Dezember 1767 geboren und in der Andreaskirche protestantisch getauft. Der als Taufzeuge fungierende Großvater Herzog Karl I. setzte sich für die Erhebung des unehelichen Kindes als Graf Forstenburg in den Reichsgrafenstand ein. Die Erziehung übernahm der Gelehrte Johann Joachim Eschenburg. Branconi besaß ein Palais in der Braunschweiger Wilhelmstraße, das einen gesellschaftlichen Treffpunkt darstellte. Im Jahre 1776 kaufte sie Gut Langenstein im Kreis Halberstadt. Sie wurde 1774 gemeinsam mit ihren beiden Kindern aus der Ehe mit Branconi durch Kaiser Joseph II. geadelt. Der Bruch mit dem Erbprinzen erfolgte 1777, welcher Luise von Hertefeld zu seiner neuen Mätresse machte. Wohnortwechsel und ReisenBranconi zog 1777 nach Langenstein und unternahm mehrere Reisen in die Schweiz und nach Frankreich, auf denen sie von ihrem Sekretär Matthäi begleitet wurde. Sie kaufte 1786 das Landgut Chanet in der Nähe von Neuchatel. Sie lebte von 1787 bis 1791 in Paris und hielt sich 1790 letztmalig in Langenstein auf. Aus einer weiteren Beziehung entstammte ein 1788 geborener Sohn. Zur Linderung ihrer gesundheitlichen Beschwerden unternahm sie mehrere Badereisen. Während einer Kur starb sie 1793 in Abano. Ihr Sohn wurde nach der Gründung der preußischen Provinz Sachsen Landrat des Kreises Osterwieck. Bekanntschaft mit GeistesgrößenWährend ihres Aufenthaltes in Braunschweig lernte Branconi mehrere der am dortigen Collegium Carolinum lehrenden Professoren kennen, darunter J. J. Eschenburg und Johann Arnold Ebert. Sie hatte 1773/74 in Halberstadt Kontakt mit dem Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim. In Aachen begegnete sie 1774 der Schriftstellerin Sophie von La Roche. Auf einer Schweizreise lernte sie 1779 in Zürich den Philosophen und Schriftsteller Johann Caspar Lavater und darauf in Lausanne J. W. von Goethe kennen. Dieser war von ihrer Schönheit und ihrem Geist fasziniert. Auf ihren Besuch 1780 in Weimar folgten zwei Gegenbesuche Goethes 1783 und 1784 in Langenstein. Er führte einen Briefwechsel mit ihr und schickte ihr Manuskripte seiner Werke, so "Iphigenie auf Tauris" und "Wilhelm Meister", zu. Die Aussage, dass Branconi als Vorbild für die Gräfin Orsina in Lessings "Emilia Galotti" diente, ist nicht belegbar. König Friedrich II. von Preußen wollte wissen, "wer eigentlich die von Branconi geb. von Elsner ist? auch ob und aus welchem auswärtigen Land, Sie Sich, mit dem angegebenen ansehnlichem Vermögen, in dero dortigen Fürstenthum, ansäßig gemacht hat?" . Daraufhin versicherte sie am 13. Februar 1786 in Neufchâtel, "daß ich von meinen Eltern und Groseltern wegen so wohl Vater als Mutter wegen rechtmäßiger ehelicher Abkunft bin." Ein von Anna Rosina de Gasc geschaffenes Porträt Branconis befindet sich im Braunschweiger Herzog Anton Ulrich-Museum. LiteraturIndex: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Maria Antonia von Branconi" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren über folgende Adresse verfügbar: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Maria+Antonia+von+Branconi&action=history
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