Margarete WeißkirchnerMargarete Weißkirchner (* um 1460; gest. nach 1500) war die - nicht standesgemäße - Lebensgefährtin des Grafen Philipp I. (des Jüngeren) von Hanau-Münzenberg nach dem Tod seiner Frau Adriana von Nassau-Dillenburg (1477). Margarete Weißkirchner war eine Hanauer Untertanin. BedeutungIhre Bedeutung erlangt sie vor allem dadurch, dass sie zusammen mit Graf Philipp I. auf dem ältesten erhaltenen großformatigen Doppel-Porträt der Kunstgeschichte, dem so genannten Gothaer Liebespaar, dargestellt ist. BiographieDarüber hinaus ist sie urkundlich verhältnismäßig gut belegt - allerdings immer noch sehr viel schlechter, als das bei ebenbürtigen Heiraten der Fall ist. Gleichwohl sind Belege dieses Umfangs für eine nicht-standesgemäße Lebensgefährtin eines Adeligen im 15. Jahrhundert selten. Allerdings sind weder Geburts- noch Sterbejahr überliefert. Das Verhältnis zwischen ihr und dem Grafen war offensichtlich allgemein akzeptiert. Er trat öffentlich mit ihr auf und bedachte sie in seinem Testament. Dort bezeichnet er sie als Dirne , was sicher nicht im Sinne des späteren Gebrauchs des Wortes abwertend gemeint ist, aber klar stellt, dass die beiden nicht verheiratet waren. An anderer Stelle wird sie sogar als seine Frau bezeichnet. Das Paar hatte gemeinsame Kinder, die hinsichtlich der Grafschaft selbstverständlich nicht erbberechtigt waren und dem Stand ihres Vaters nicht folgten:
Literatur
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