Manusehe

Die Manusehe war eine der zahlreichen Eheformen der Römer. Sie war verbreitet zur Zeit der Könige und in der frühen römischen Republik. Manus bedeutet "Hand" und das besondere bei dieser Eheform war, dass die Ehefrau aus der Hand ihres Vaters in die ihres Ehemannes, bzw. des Schwiegervaters, wenn der Ehemann noch unter patria potestas stand, überging. Sie gehörte damit nicht mehr zu ihrer Herkunftsfamilie sondern in die Familie ihres Ehemannes. Im Gegensatz zur "manus-freien" Ehe , war eine Scheidung praktisch unmöglich und die Mitgift gehörte dauerhaft ihrem Ehemann. In der späten Republik und der Kaiserzeit wurde die Manusehe kaum noch geschlossen.

Verwandte Themen

Index: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Manusehe" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren über folgende Adresse verfügbar: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Manusehe&action=history