Love Hotel

Das Love Hotel ist eine besondere Art des Stundenhotels in Japan und gleichzeitig ein wichtiges Element der modernen japanischen Alltagskultur.

Der Besuch eines solchen Etablissements gilt in Japan nicht unbedingt als anrüchig, auch wenn es von Prostituierten und für außereheliche Affären benutzt werden kann. Bei den meisten Kunden von Love Hotels handelt es sich jedoch um Schüler und Studenten, die bei ihren Eltern oder in Wohnheimen wohnen, sowie um verheiratete Paare, deren Räume zuhause zu hellhörig sind.

Auch wird das Love Hotel bevorzugt nach einem erfolgreichen Nampa (aggressives Flirten) oder G?kon (Kuppeltreffen), für One-Night-Stands , Internetbekanntschaften etc. genutzt.

Nomenklatur

Love Hotel ist eine der vielen anglizierenden Wortneuschöpfungen der japanischen Sprache. Sowohl Japaner als auch Ausländer verstehen den Ausdruck. Auch bei den Namen von Love Hotels handelt es sich fast immer um nicht-japanische, also z. B. englische, französische oder spanische Ausdrücke (Beispiele aus dem Tokioter Stadtteil Shibuya: Casa di Due , Princess , Noel ).

Entwicklung

In Japan entwickelten sich während der Edo-Zeit Teeräume , in denen sich Prostituierte mit ihren Freiern trafen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die zunehmende Verbreitung von Love Hotels, als 1958 die Prostitution verboten wurde und Alternativen zu Bordellen gesucht wurden.

In den 1980er-Jahren kam es durch die Einführung moderner Fashion Hotels und Boutique-Hotels zu einer zunehmenden Nutzung auch durch die allgemeine Bevölkerung.

Zimmer

Im Gegensatz zu normalen Hotels enthalten die Zimmer in Love Hotels ein großes Doppelbett. In der Regel ist am Bett ein eingebautes Regelungssystem für Licht (verschiedene Lichtszenarien, Dimmer), Radio und Fernsehen (immer mit Pornokanälen).

Dazu gibt es ein meist luxuriöses Bad, beispielsweise mit eingebautem Whirlpool. Während früher verspiegelte Decken oder Wände, Verkaufsautomaten für Pornobildchen und klobige, per Netzkabel und Münzautomat betriebene Vibratoren die Kunden unterhalten sollten, haben in modernen Love Hotels viele Zimmer zusätzlich Karaoke-Anlagen, Videospiele und große Minibars. Auch diverses Sexspielzeug und Pornofilme nach Wahl gehören oft zum kostenpflichtigen Zusatzangebot.

Häufig sind die Zimmer auch thematisch gestaltet (z. B. im Disney-Stil, als Grotte, Zug, Raumschiff oder mit SM-Werkzeugen). Der Gast kann in der Lobby die verfügbaren Zimmer auf beleuchteten Fototafeln betrachten und dann den gewünschten Raum auswählen.

Bezahlung

Love Hotels, Kriminalität und Prostitution

Vorkommen

Love Hotels in der Kunst

Das Love-Hotel-Konzept in anderen Ländern

Literatur

Verwandte Themen

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