Lolitakomplex

Als Lolitakomplex lässt sich eine Sonderform von Neoterophilie bezeichnen. Es handelt sich um eine sexuelle Vorliebe oder Fixierung eines Mannes auf Kindfrauen (Lolitas). Diese Mädchen oder jungen Frauen weisen gleichzeitig kindliche und erwachsene Merkmale in Aussehen und Verhalten auf, was individuell in bestimmten Entwicklungsstufen, durch Selbstdarstellung oder durch die Kombination aus beidem zustande kommen kann.

Namensgebend ist der Roman Lolita von Vladimir Nabokov, in dem der Protagonist eine sexuelle Beziehung mit einer 12-jährigen beginnt.

Das Empfinden erotischer Schönheit von sehr jugendlicher Weiblichkeit ist bei Männern jeden Alters relativ normal. Besteht jedoch ein krankhafter Drang, dann ist der Lolitakomplex als Paraphilie zu bezeichnen. Es besteht dann die Gefahr, dass Sexueller Missbrauch von Jugendlichen begangen wird.

Der wesentliche Unterschied zur Pädophilie besteht darin, dass die Zielgruppe Zeichen der Geschlechtsreife aufweist. Alternativ wird auch von "Nymphophilie" gesprochen.

Siehe auch: Lolicon

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