Lola MontezLola Montez (* 17. Februar 1821 in Grange, County Sligo, Irland; gest. 17. Januar 1861 in New York, eigentlich Elizabeth Rosanna Gilbert ) war eine irische Tänzerin, die eine Geliebte König Ludwigs I. von Bayern wurde und 1847 von ihm zur Gräfin Marie von Landsfeld erhoben wurde. Leben1821 wurde Elizabeth Rosanna Gilbert als Tochter eines schottischen Offiziers und einer irischen Landadeligen geboren. Sie wuchs in Indien, England und Schottland auf. Nach einer gescheiterten Ehe mit dem Offizier Thomas James ging sie 1843 nach London und gab sich dort als spanische Tänzerin Maria de los Dolores Porry y Montez aus Sevilla aus. Nach Enttarnung ihrer gefälschten Identität zog sie als Lola Montez durch ganz Europa und verursachte durch ihre zahlreichen Affären einige Skandale. Am 5. Oktober 1846 kam sie nach München und bewarb sich um ein Engagement als Tänzerin am Münchner Hof- und Nationaltheater, wo sie jedoch wegen zu geringen Talentes abgelehnt wurde. Sie suchte daraufhin den bayerischen Königs Ludwig I. auf und wurde dessen Geliebte. Ludwig schenkte ihr ein Palais in der Münchener Barerstraße als Wohnsitz und erhob sie im August 1847 zur Gräfin von Landsfeld. Ein Portrait von ihr gibt es auch in der so genannten Schönheitengalerie in Schloss Nymphenburg. Der bayerische Ministerpräsident Karl von Abel, der sich weigerte, die Einbürgerung Lolas anzuerkennen, wurde vom König entlassen, ebenso drei weitere Minister, die teilweise vorher noch zurücktraten. Lola Montez, der man auch ein Verhältnis mit einem Studenten nachsagte, war bei der Münchner Bevölkerung sehr unbeliebt. Sie löste einen Skandal nach dem anderen aus, wenn sie zigarrenrauchend und mit einer Reitgerte in der Hand durch München fuhr und da und dort einen der Bürger ohrfeigte, weil er die "Gräfin von Landsfeld", zu der sie von Ludwig ernannt worden war, nicht sofort untertänigst gegrüßt hatte. Lola, der der Gedanke einer studentischen Leibgarde gefiel, gelang es, den Senior und weitere Corpsburschen des Corps Palatia München dazu zu bringen, sich ihr anzuschließen. Dies verursachte einiges an Ärger in der Studentenschaft, so dass schließlich alle Münchener Corps (Suevia, Palatia, Bavaria, Isaria) ihre königlichen Garantien zurückgaben. Als Lola die Universität besuchte, kam es zu Handgreiflichkeiten und sie flüchtete sich in die Theatinerkirche. Daraufhin verordnete Ludwig I. die sofortige Schließung der Universität bis zum Wintersemester 1848/49 und befahl allen Studenten, die Stadt binnen drei Tagen zu verlassen. Durch starken Protest der Geschäftsleute, Vermieter und Bürger wurde die Universität jedoch einen Tag später wieder geöffnet und es erging der Befehl, dass Gräfin Landsfeld die Stadt binnen einer Stunde zu verlassen habe. Sie flüchtete über Schloss Blutenburg nach Lindau und in die Schweiz. In der allgemeinen Unruhestimmung des Jahres 1848 (Märzrevolution) kam es zur Abdankung Ludwigs. Lola Montez zog weiter über London und Paris und schließlich 1851 in die USA. Dort schrieb sie ihre Memoiren. Ab Mitte der fünfziger Jahre hielt sie sich vier Jahre in Victoria, Australien, auf und unterhielt dort unter anderem Goldgräber mit ihren Darbietungen. Nach drei weiteren Ehen starb die nunmehr völlig verarmte Lola Montez 1861 in New York. Ihr Grab befindet sich auf dem Green-Wood Cemetery in Brooklyn. FilmMusikLiteraturWeblinksVerwandte ThemenIndex: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Lola Montez" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren über folgende Adresse verfügbar: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Lola+Montez&action=history
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