Log Cabin Republicans

Die Log Cabin Republicans (LCR) sind eine politisch der US-amerikanischen Republikanischen Partei nahestehende, landesweite Organisation der LGBT-Bewegung in den Vereinigten Staaten. Die Organisation engagiert sich innerhalb der republikanischen Partei seit langem für die Bürgerrechte von Schwulen und Lesben.

Am 18. Dezember 2006 wurde Patrick Sammon zum neuen Präsidenten der LCR gewählt; er folgte damit Patrick Guerriero nach, der sein Amt niederlegte um den Gill Action Fund zu leiten.

Geschichte

Der Name der Organisation ist eine Referenz an den ersten republikanischen Präsidenten Abraham Lincoln, der in einem Blockhaus (engl.: Log Cabin) geboren wurde.

Ab den 1970ern entwickelten sich in den Vereinigten Staaten mehrere LGBT-Gruppen und Organisationen, die den Republikanern politisch nahestanden. Die 1977 gegründete Organisation der LCR war eine Antwort auf die Briggs Initiative in Kalifornien, die erste Volksbefragung, durch die die Bürgerrechte von Lesben und Schwulen eingeschränkt werden sollten. Konkret ging es um den Versuch des Abgeordneten John Briggs, homosexuellen Lehrern ein Berufsverbot an den öffentlichen Schulen zu erteilen, da er der Ansicht war, dass Kinder vor homosexuellen Lehrern zu schützen seien. Das Referendum wurde mit über einer Million Stimmen abgelehnt. Gegner des Referendums war auch der Republikaner, Ex-Gouverneur und spätere Präsident Ronald Reagan.

Während der Präsidentschaftszeit von Ronald Reagan wurde es ruhiger um die LCR; Fortschritte für LGBT-Rechte gelangen in den 1980er nicht. Dafür überlagerte die Aidskrise seit 1982 die Debatte um LGBT-Rechte.

Erst in den 1990ern erhielten die LCR landesweite erhöhte Aufmerksamkeit, als 1992 ihre Jahresversammlung in The Woodlands, Texas (einem entfernten Vorort von Houston) stattfand. Vorrangig ging es dort um die Frage, ob die LCR erneut die Wiederwahl von George H. W. Bush unterstüzen. Die Versammmlung entschied sich gegen eine erneute Unterstützung.

Als der republikanische Kandidat Bob Dole sich 1995 um das Präsidentenamt bewarb, spendeten die LCR 1.000 Dollar zur Unterstützung seiner Wahlkampagne; die Dole-Kampagne weigerte sich jedoch, diese Spende anzunehmen. Die Kolumnistin Deb Price von den Detroit News erkundigte sich diesbezüglich und erhielt vom Wahlkampfteam eine schriftliche Erklärung, wonach Bob Dole mit der Agenda von LCR zu 100 Prozent nicht übereinstimme. Nachdem die LCR zunächst 2000 die Wahl des republikanischen Präsidenten George W. Bush unterstützten, verweigerten sie 2004 eine weitere Unterstützung. Als Hauptgrund hierfür nannten sie die Befürwortung des Federal Marriage Amendment durch den Präsidenten.

Die LCR erklärten dazu:

Während die LCR die Wiederwahl von George W. Bush nicht unterstützten, erhielt Arnold Schwarzenegger in Kalifornien durchaus Unterstützung, da dieser verschiedene Einzelgesetze zur Verbesserung der Rechte von LGBT-Menschen in Kalifornien unterzeichnete. 2006 unterstützten die LCR den Wahlkampffonds Californians for Schwarzenegger mit 10.000 US-Dollar.

Struktur

Programm

Kritik

Siehe auch

Weblinks

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