Latter Days

Latter Days ist ein US-amerikanisches, schwul-romantisches Filmdrama aus dem Jahre 2003.

Handlung

Der Film beschreibt die dramatische Liebesgeschichte zwischen dem West-Hollywood-Partygänger Christian Markelli (Wes Ramsey) und dem Mormonenmissionar Elder Aaron Davis aus Pocatello (Idaho).

Christians Leben dreht sich vornehmlich um Sex und Party. Als neben seiner Wohnung, die er sich zusammen mit seiner besten Freundin Julie Taylor (Rebekah Johnson) teilt, 4 Mormonenmissionare einziehen, hat er sofort einen Blick auf den gut aussehenden Aaron geworfen. Durch eine Wette über 50 Dollar von seinen Freunden zusätzlich angestachelt versucht Christian, Aaron zu verführen. Das gelingt ihm zunächst beinahe. Aaron wird jedoch im letzten Moment von der Oberflächlichkeit Christians abgestoßen. Es wird klar, dass Aaron ebenfalls schwul ist, aber sich aufgrund des Konfliktes mit seiner Religion (Zitat eines seiner Missionarskollegen Ryder: "Yeah, God hates homos ") sich nicht traut, diesen Gefühlen nachzugeben.

Christian, der sich seine eigene Oberflächlichkeit von Aaron vorhalten lassen muss, ist über den Vorfall ebenfalls tief irritiert und beginnt, seinen Lebensstil zu hinterfragen, zu überdenken und zu verändern. Christian tritt dem Projekt "Angel Food" bei, welches Essen auf Rädern zu AIDS-Kranken bringt.

Als Aaron eines Abend nach einem Fahrrad-Unfall seines Missionarskollegen Paul Ryder (Joseph Gordon-Levitt) verstört nach Hause kommt, tröstet ihn Christian. Es kommt zu einer sinnlichen Umarmung und zu einem Kuss . Dabei werden sie jedoch durch das Auftauchen der anderen Missionare unterbrochen.

Dieser Vorfall führt dazu, dass Aaron in Schande zu seinen Eltern zurück geschickt wird.

Christian erfährt davon erst am nächsten Morgen. Allerdings erhält er von Elder Rayder die Information, dass Aaron 5 Stunden Aufenthalt in Salt Lake City hat. Christian fliegt ihm nach und trifft ihn am Flughafen, wo es zu einem weiterem Kuss kommt. Der Flughafen wird geschlossen und die beiden verbringen eine intime und vertraute Nacht miteinander im Flughafenhotel. Als Christian aufwacht, ist Aaron bereits zu seinen Eltern weitergereist.

Während Christian tiefem Liebeskummer verfällt, wird Aaron wie erwartet zu Hause bei einer Versammlung unter dem Vorsitz seines eigenen Vaters (Jim Ortlieb), exkommuniziert. Nach schweren Vorwürfen seitens seiner Mutter versucht sich Aaron das Leben zu nehmen und schneidet sich mit einer Rasierklinge die Pulsadern auf.

Christian versucht, telefonisch Kontakt zu Aaron aufzunehmen. Dabei erreicht er jedoch nur Aarons Mutter (Schwester Gladys Davis, Mary Kay Place). Diese erzählt ihm, Aaron habe sich die Pulsadern aufgeschnitten, Dank Christian habe sie ihren Sohn verloren. Dass Aaron den Selbstmordversuch überlebt hat, erwähnt sie jedoch nicht. Auch der Zuschauer erfährt dieses zu diesen Zeitpunkt noch nicht.

Christian ist schwer betroffen und fällt in tiefste Lethargie. Nach einiger Zeit erkennt er, dass er irgendwie mit dieser Sache fertig werden muss und entschließt sich, Aarons Mutter aufzusuchen, um ihr die Familien-Taschenuhr, die Aaron im Flughafenhotel vergessen hatte, zurückzugeben.

Unter Tränen gibt Christian Aarons Mutter die Uhr. Sie liest den eingravierten Text im Taschenuhrdeckel ("doch am größten unter ihnen ist die Liebe ." 1 Kor|13|13). Dabei scheint Sie zu erkennen, dass sie bei Christian mit ihrem (Vor)-Urteil doch zu weit gegangen ist und versucht, ihm nachzulaufen. Sie erreicht ihn aber nicht mehr.

Aaron ist währenddessen in einer Umerziehungsanstalt, in der er von seiner Homosexualität "geheilt" werden soll. Während einer Zahnbürsten-Bodenreinigungsaktion hört er dabei, wie er zuerst meint, einen Engel singen. Er geht diesem Gesang nach und sieht in einem Fernseher, wie Julie einer Lied über Christian singt, der unter dem scheinbaren Tod seines Geliebten Aaron leidet.

Aaron verlässt die Anstalt und reist nach Los Angeles, um Christian wiederzusehen. Als er jedoch an Christians Appartement klingelt und ein anderer Mann aufmacht, geht er betroffen weg.

Durch die Adresse auf einer Visitenkarte eines Restaurants, welches einer Lila Montagne (Jacqueline Bisset) gehört, der er einmal in einem schweren Moment geholfen hat, taucht am Ende des Film genau in dem Lokal auf, in dem Christian als Kellner arbeitet. Während er dort Lila seine Lebens- und Leidensgeschichte erzählt, betritt Christian, der Aaron immer noch für tot hält, mit einem Tablett den Raum. Er sieht Aaron und lässt das Tablett unter lautem Krachen zu Boden fallen. Aaron, aufmerksam geworden, sieht Christian, beide fallen sich überglücklich in die Arme.

Der Film schließt mit einem glücklichen, gemeinschaftlichen Thanksgiving-Essen im Lilas Restaurant.

Interpretation

Namensgebung

Auszeichnungen

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