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"Keuschheit" in der BDSM-Szene

In den vergangenen Jahrzehnten hat das Thema "Keuschheit" die BDSM-Szene beschäftigt. Ein moderner Keuschheitsgürtel gibt dem dominanten Partner die (fast absolute) Kontrolle über das Geschlecht und das Sexualverhalten des submissiven Partners. Die Keuschheit dient als Teil des einvernehmlichen Spiels dazu, Macht auszuüben oder zu verspüren. Damit kann eine einzelne Session sehr einfach im Verborgenen auf den Alltag zu einer 24/7 SM-Beziehung ausgedehnt werden, ohne Verwandte und Bekannte durch ein Coming-out vor den Kopf zu stoßen. In diesem Zusammenhang wird die Idealvorstellung der "Keuschheit" ad absurdum geführt, denn es soll die sexuelle Spannung gesteigert werden, um sie beim Aufschließen des Gürtels desto unkeuscher zu entladen.

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