Katalogehe

Als Katalogehe oder Katalogheirat werden Ehen zwischen Partnern aus unterschiedlichen Ländern genannt, die durch Anbahnung durch eine Agentur zustande gekommen sind. Hauptsächlich Männer aus reichen Ländern suchen auf diesem Wege Frauen aus meist armen Ländern. Das Wort "Katalog" bezieht sich auf die Praxis vieler "Eheanbahnungsinstitute" dem Interessenten Kataloge mit den Fotos der Frauen zur Vorauswahl zuzusenden. Die so geheirateten Frauen werden oft auch Katalogfrauen genannt.

Beweggründe der Männer

Männer aus westlichen Staaten, die sich für eine arrangierte Heirat mit Frauen aus anderen, meist ärmeren Ländern entscheiden, haben verschiedene Beweggründe für ihr Vorgehen.

Häufig ist es die individuell erfahrene Schwierigkeit, im eigenen Land eine Partnerin zu finden. Aus der Perspektive einiger Männer werden deutsche Frauen als zu egoistisch, emanzipiert und nicht mehr familienorientiert wahrgenommen.

Ältere Männer suchen auf diese Weise häufig eine deutlich jüngere Frau .

Der Männerüberschuss aufgrund eines höheren Anteils an männlichen Geburten (Deutschland: m/w ca. 103:100) in den meisten Ländern spielt eine weitere Rolle .

Beweggründe der Frauen

Die Frauen entschließen sich aus mangelnder beruflicher, finanzieller und partnerschaftlicher Perspektive zu diesem für sie riskanten Schritt. Dabei wird die Heirat mit dem reichen Europäer oder Amerikaner als Lösung vieler Probleme gesehen. Außerdem ist eine Ehe eine Möglichkeit, die in der Regel restriktiven Migrationsgesetze der Industrieländer zu umgehen.

Sogenannte "Mail Order Brides" (= per Post bestellte Bräute) stammen aus allen Gesellschaftsschichten. In Russland und anderen Staaten des ehemaligen Ostblocks etwa bemühen sich auch viele Akademikerinnen um einen Ehepartner aus dem Westen. Dabei spielt auch eine Rolle , dass in einigen osteuropäischen Ländern Frauenüberschuss herrscht.

In der Regel ist den heiratswilligen Frauen bekannt, dass nach einer gewissen Dauer der Ehe ein Bleiberecht eingeräumt wird und dass auch im Falle einer Scheidung Versorgungsansprüche gegenüber dem Ehemann oder dem Staat bestehen.

Herkunft der Frauen

Frauen, die einen Ehemann in reichen Industrieländern (meist Westeuropa, Nordamerika, Taiwan, Singapur oder Australien) suchen, kommen aus allen Teilen der Welt, besonders häufig sind Ehen von Männern aus den Industriestaaten mit Frauen von den Philippinen oder aus Thailand sowie aus Mittel- und Südamerika. Seit der Öffnung des Ostblocks werden auch zunehmend Frauen aus osteuropäischen Ländern im Heiratstourismus aktiv.

Kritik, negative Folgen

Kritik an voreiligen Stereotypen

Positive Beispiele

Juristische Bewertung

Siehe auch:

Literatur

Verwandte Themen

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