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Kastration: Verschnittene

Von der Römisch-katholischen Kirche wurden per Dekret von Papst Sixtus V. vom 7. Juni 1587 folgende Gruppen unter dem Oberbegriff "Verschnittene" zusammengefasst. Auch die Bibel berichtet von bzw. über Verschnittene, beispielsweise im Matthäus-Evangelium, Kapitel 19, Vers 12 (siehe: Eunuchen für das Himmelreich).

  • Beim "Spadonen" wurden lediglich die Samenleiter durchtrennt (Vasektomie). Medizinisch ist dies keine Kastration, sondern eine Sterilisation. Die Vasektomie ist heutzutage ein gängiger und in der Regel unproblematischer Eingriff und wird bei Männern durchgeführt, die keine Kinder mehr zeugen möchten, aber keines der üblichen Verhütungsmittel benutzen möchten. Die Libido ist absolut uneingeschränkt und auch auf den Samenerguss (Ejakulation) hat dies keinerlei Einfluss. Dieser findet genau wie vor dem Eingriff statt und ist in Konsistenz und Aussehen genau gleich. Lediglich sind keine Spermien mehr im Ejakulat.
  • Beim Kastraten wurden die Hoden entfernt, mit den oben beschriebenen Folgen.
  • Der Eunuch ist vollständig "verschnitten"; ihm wurde zusammen mit den Hoden auch der Penis entfernt (Penektomie). Das Sexualverlangen lässt nach bzw. ist überhaupt nicht mehr vorhanden.

Im üblichen Wortgebrauch wird "Eunuch" häufig mit "Kastrat" gleichgesetzt.

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