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Zurück zum Haupttext "Japanische Pornografie" Japanische Pornografie: Bewegungen und ZensurJapanische Pornographie hat sich diversifiziert, um eine gewaltige Zahl von Kategorien und Bedürfnissen zu erfüllen. Einige der Themen waren so seltsam, dass die Unterschiede für Außenstehende kaum noch zu erkennen waren. Diese Vielfalt entstand aus drei Hauptgründen: Unterhaltung durch das Entwickeln von Ausdrucksmitteln, Ausfüllen von Marktnischen und Umgehung von Zensurgesetzen. Religiöser Konservatismus oder Feminismus waren in Japan kein wichtiger Faktor in Bezug auf Pornographie. Die sexuelle Praxis, die sich im Westen vielleicht am meisten mit japanischer Pornographie verbindet, ist Bukkake, bei der viele Männer auf das Gesicht einer einzelnen Frau ejakulieren. Dies ist ein Beispiel für ein Zusammentreffen aller drei oben genannten Gründe: eine Überspitzung der Idee und eine Alternative dazu, tatsächlichen Geschlechtsverkehr zu zeigen, wobei die Genitalien nach den Zensurgesetzen hätten unkenntlich gemacht werden müssen. Sie wird mit geringfügigen Varianten in jeder denkbaren Situation vermarktet, von jungen oder alten, kostümierten oder nackten einzelnen Männern bis über hundert Männer. Anti-Pornographie-BewegungenKritik an der Pornografie kommt in Japan hauptsächlich von der Parent Teacher Association (PTA). Diese glaubt, dass der leichte Zugang zu pornografischem Material Kinder zu unmoralischem Handeln und Minderjährige zum Sex verleitet. Verfechter der pornografischen Zensurbestimmungen fordern die Anpassung der Gesetze an die strengsten in Amerika und Europa, so dass Japan unter den zivilisierten Nationen nicht mehr als abnorm angesehen werde. ZensurgesetzeDas religiöse und soziale Tabu gegen Nacktheit war historisch gesehen in Japan schwächer als im Westen: "Kopfkissenbücher", die sexuelle Handlungen im Detail beschreiben, wurden in der Edo-Zeit oft verkauft. Bis zur, und auch noch nach der Meiji-Restauration arbeiteten Frauen und Männer oft nackt und badeten in aller Öffentlichkeit. Während in der westlichen Gesellschaft Nacktheit oft ein Tabu war, kam diese Idee in Japan erst in der Meiji-Zeit auf mit der Verwestlichung des Landes, und die Tiefe ihrer Verwurzelung in der Gesellschaft kann bezweifelt werden. Extreme Formen der öffentlichen Nacktheit, wie das Zeigen des Genitalbereiches, werden jedoch bestraft (außer in geschlechtlich geteilten Bädern, und auch dort wird Diskretion erwartet). Die japanische Einstellung gegenüber Nacktheit in den Medien ist liberaler als in den USA, aber trotzdem in Bezug auf Westeuropa konservativ. Es mag seltsam erscheinen, dass es in Japan keinen FKK-Strand gibt. Dies kann aber einfach an der sehr dichten Besiedelung liegen. In Japan ist es illegal, in einer kommerziellen Darstellung die menschliche Vagina oder den Penis in einer expliziten Weise darzustellen. Dieses Gesetz geht auf die Meiji-Periode zurück und ist nie geändert worden. Veröffentlichungen, die den Penis oder die Scheide darstellen, müssen mit Schrumpffolie verpackt und dürfen nur an Erwachsene verkauft werden. Jedoch ist es nicht ungewöhnlich, dass Zeitschriften nackte Frauen zeigen, deren Genitalien mit Airbrush schwarz eingefärbt wurden. Pornografische Videos zeigen oft explizite Geschlechtsakte, bei denen die Genitalien mit einem Mosaik undeutlich gemacht sind. Bis 1991 wurde die ganze Schamregion inkl. Schamhaar als obszön erachtet und durfte nicht publiziert werden. Vor kurzem hat es eine Diversifizierung auf dem Zensurmarkt gegeben, da jetzt mehrere Unternehmen die Zensur als Dienstleistung anbieten. Die Zensurabteilung der Regierung wird jedoch als die strengere angesehen, obwohl persönlicher Geschmack generell eine wichtige Rolle spielt, wobei die strengeren Zensoren zum "großen schwarzen Strich" im Gegensatz zum Mosaik über den Genitalien tendieren. Bis jetzt sieht es aus, als ob die Zensurgesetze aufgrund der Allgegenwart des Internet und der seit den 1980ern existierenden Untergrund-Pornographiebewegung gelockert werden. Die Zensur hat jedoch noch eine große Anzahl von Anhängern in der Gesellschaft als Ganzes und sie ist daneben auch zu einer Art "kulturellen Tradition" geworden. Ein Beispiel ist, dass - obwohl die Darstellung von Schamhaar nicht mehr illegal ist - viele Pornofilme es immer noch zensieren, und es in der Hentai-Kunst und Filmen normalerweise noch nicht einmal gezeichnet wird. Dies hat einige Westler dazu geführt, japanische Pornographie als leicht pädophil anzusehen, und viele der dargestellten Frauen als jünger anzusehen, als dies durch den Anbieter der Medien wirklich beabsichtigt wird. Es ist auch illegal, pornographisches Material nach Japan zu bringen, und Zollbeamte sind bekannt für das Überprüfen von Videobändern in internationalem Post- und Handgepäck. Extremfälle wie mehrfache Täter oder Versuche an kommerzieller Einfuhr könnten mit Geldstrafen bestraft werden, meist bleibt es aber bei der Beschlagnahme der Konterbande. Die Anwendung dieses Gesetzes änderte sich in letzten Jahren nicht, aber es wurden in den letzten Jahren mehr Täter erwischt, da die Kontrollen schärfer wurden, um Drogenhandel und Terrorismus zu bekämpfen. Es gibt in Japan auch ein gedeihendes Genre der Untergrund-Pornographie (genannt urabon), das diese Zensurgesetze ignoriert. Es ist im Internet besonders vorherrschend geworden, da es keine Mechanismen gibt, um ihre Übertragung durch japanische Staatsangehörige in die Außenwelt zu verhindern. Japan hat vor kurzem ein scharfes Vorgehen gegen Kinderpornographie, besonders Fotos und Videos mit Darstellungen von Sexualakten zwischen Minderjährigen und Erwachsenen angekündigt. Selbst dies geschah aber eher auf Druck der USA in ihrem Versuch, die Verbreitung von Kinderpornografie im Web zu verhindern. Ähnliche Themen:
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