Islamisches BrauchtumIslamisches Brauchtum (auch "muslimisches Brauchtum") ist ein Sammelbegriff für Bräuche (inklusive Rituale) und Sitten innerhalb der Religionsgemeinschaft des Islam, insofern es von der Mehrheit der Muslime akzeptiert und tradiert wird. Es diente und dient historisch gesehen zur Ausbildung einer religiösen Identität. In islamfreundlicher Umgebung oder Diasporasituationen wird es speziell zur Bewahrung der eigenen Identität vor der Vermischung mit der Kultur des Gastvolkes eingesetzt. Islamischer AlltagDer islamische Alltag wird im allgemeinen von verschiedenen Aspekten des Islam beeinflusst. Zu nennen sind hier insbesondere:
Die fünf SäulenDas islamische Brauchtum ist besonders geprägt von den sogenannten "Fünf Säulen des Islam", den Grundpflichten der Muslime:
Weitere islamische Feste
Im sunnitischen Volksglauben ist es der Tag, an dem Gott Adam und Eva, Himmel und Hölle, Leben und Tod erschuf und an dem Noah die Arche verließ. Für die Schiiten ist es der Tag der Trauer um Hussein, dem Sohn des Kalifen Ali, der an diesem Tage im Jahre 680 in Kerbala den Märtyrertod erlitt. Das ganze erste Drittel des Monats Muharram ist für sie eine Zeit des Fastens und des Wehklagens, die mit Passionsspielen und riesigen Prozessionen am Aschuratag ihren ekstatischen Höhepunkt erreicht.
Islamische SpeisevorschriftenDie islamischen Speisevorschriften sind im Koran und in der Sunna geregelt. Der Muslime kennt erlaubte Nahrung (Halal) und verbotene Nahrung (Haram). Verboten sind:
In diesem Zusammenhang wird von den meisten religiösen Autoritäten das Schächten von Tieren verlangt. Siehe auch: Orientalische Küche, Türkische Küche Beschneidung
Aussage des Propheten in einem Hadith: ''Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: ''Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Zur Fitra (natürlichen Veranlagung) gehören fünf Dinge: ''Die Beschneidung (der Männer/Jungen), das Abrasieren der Schamhaare , das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel, das Auszupfen (bzw. Rasieren) der Achselhaare und das Kurzschneiden des Schnurrbarts.Nummer des Hadith im Sahih Muslim : 377 EheNach islamischem Verständnis sind die intimen Lebensbereiche von heiratsfähigen Frauen und Männern grundsätzlich getrennt; die Ehe ist der einzige Ort, in dem diese Trennung legitimerweise aufgehoben ist. Der Koran empfiehlt die Ehe mit diesem Hintergrund in hohem Maße; sie helfe unter anderem zur geistigen Vervollkommnung und ist daher gerne gesehen. Jede Muslima und jeder Muslim, die zur Ehe in der Lage sind, sollten versuchen dem nachzukommen. Ein Mann hat das Recht bis zu 4 Frauen zu heiraten. Dabei gilt die Monogamie (eine Frau ) als bevorzugt, Polygamie (2 bis 4 Frauen) seitens des Mannes ist zwar ungerne gesehen, aber erlaubt. Der Mann muss der Frau ein Mahr bezahlen. Zwangsehen sind im Islam verboten, werden aber fälschlicherweise mit diesem in Verbindung gebracht. ZwangseheBei der islamischen Eheschließung ist die Zustimmung beider Partner zwingend erforderlich, daher sind Zwangsehen verboten. Eine Frau ohne Ehemann darf nicht verheiratet werden, bis sie zugestimmt hat, und eine Jungfrau darf nicht verheiratet werden, bis sie ihre Erlaubnis dazu gegeben hat. (Hadith: Ibn Majah, Abi Daud) Der Prophet Mohammed ließ Ehen annullieren, wenn sich nachträglich herausstellte, dass sie unter Zwang geschlossen wurden. Eine Frau namens Khansa bint Khidam kam einst zum Propheten und beklagte sich: "Mein Vater zwang mich meinen eigenen Cousin zu heiraten, um damit seinen Status (in den Augen der Leute) zu erhöhen." Der Prophet sagte ihr, dass sie frei ist, diese Ehe aufzulösen und wen auch immer sie wünscht zur Ehe auszuwählen. Sie antwortete: "Ich akzeptiere die Wahl meines Vaters. Meine Absicht war es, die Frauen wissen zu lassen, dass die Väter nicht das Recht haben, sich in die Eheschließung einzumischen." (Hadith: Ahmad, Nasa'i und Ibn Madscha) Verschiedene kulturelle Einflüsse haben aber teilweise dazu geführt, dass sich diese Praxis nicht in allen islamischen Ländern ganz durchgesetzt hat. So kommt es vor, dass Zwangsheirat gerechtfertigt wird und teilweise als islamisch dargestellt wird obwohl diese gegen den Islam verstößt. Verschleierung der FrauDer Koran enthält mehrere Stellen, die etwas über die Kleidung von Frauen Aussagen.
Es gibt auch zahlreiche Hadithe die etwas über die Kleidung der Frauen Aussagen. Z.B hier ein Beispiel Hadith: Aus dem Fathu-l-Bâri '''Â'ischah die Frau des Propheten:'' "Bei Allâh, niemals sah ich bessere Frauen oder stärkere in der Befolgung des Buches Allâhs als die Frauen der Ansâr. Als Sûrat An-Nûr herabgesandt wurde - ?... und dass sie ihre Tücher um ihre Kleidungsausschnitte ''schlagen ...' - gingen ihre Männer nach Hause und berichteten ihnen, was Allâh offenbart hatte. Jeder zitierte '' den Vers vor seiner Frau , seiner Tochter, Schwester und den Verwandten. Es gab keine Frau , die nicht auf ''der Stelle aufstand, ihren Rock zerriss und sich selbst von Kopf bis Fuß (i'tajarât) damit bedeckte. '' ''Am nächsten Tag beteten sie von Kopf bis Fuß bedeckt (mu'tajirât) das Fajr-Gebet."'' Die große Mehrheit der islamischen Rechtsgelehrten befürwortet daher die Bedeckung des Haupthaars. Es wird daraus von machen Muslimen abgeleitet, dass die Frauen sich mit einem Hidschab genannten Ganzkörperschleier bedecken sollen. In einigen islamischen Ländern wird ist das Tragen des Schleiers gesetzlich vorgeschrieben, etwa in Saudi-Arabien, Iran und dem Afghanistan der Taliban, die die Burka durchsetzten. Dafür gibt es eine Religionspolizei. In konservativen islamischen Gebieten hat die Frau praktisch nicht das Recht sich gegen den Schleier zu entscheiden. Schleier im Islam (Ausführlich) Tod und BestattungAufgrund der Bestattungsbräuche ist es nicht möglich, einen gläubigen Muslim auf einem christlichen Friedhof zu beerdigen. Bei der Einrichtung eines islamischen Friedhofs oder eines islamischen Gräberfelds auf einem kommunalen Friedhof sind folgende Punkte grundsätzlich zu beachten:
Sonstiges
Islamische EthikLiteraturWeblinksIndex: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Islamisches Brauchtum" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren über folgende Adresse verfügbar: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Islamisches+Brauchtum&action=history
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