Hutchinson-Zähne

Als Hutchinson-Zähne wird eine Zahndeformität bezeichnet, die als Spätfolge einer angeborenene Syphilis sichtbar wird.

Die Erstbescheibung dieser Deformität erfolgte durch Jonathan Hutchinson (1828-1913), einem britischen Mediziner, der auf vielen Gebieten tätig war, sich als Venerologe aber hauptsächlich mit der Syphilis beschäftigte.

In 45-65% der Fälle weisen dabei die bleibenden oberen mittleren Schneidezähne eine typische tonnenförmige Gestalt mit einer halbmondförmigen Einkerbung des Zahnrandes auf, in 22-65% der Fälle sind die ersten bleibenden Molaren (Backenzähne) betroffen, die dabei eine "maulbeerförmige" Gestalt aufweisen.

Diese Veränderungen können schon vor dem Zahndurchbruch als Anomalie der jeweiligen Zahnanlage mittels Röntgenaufnahme sichtbar gemacht werden.

Der ICD-10-Code für durch angeborene Syphilis verursachte Hutchinson-Zähne lautet A50.5 .

Siehe auch

  • Fournier-Zähne
  • Sabouraud-Zähne

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