Hure: Etymologie und BegriffsgeschichteDas Wort leitet sich von der indogermanischen Wurzel *q?r "begehrlich, lieb" ab, aus der sich etwa auch das lateinische carus "lieb, teuer" entwickelt hat. Im Althochdeutschen bezeichnete huor nicht nur die Prostitution im Besonderen, sondern den außerehelichen Beischlaf im allgemeinen; huora wurde so auch in der Bedeutung "Ehebrecherin" gebraucht. Eine Entsprechung für ehebrüchige Männer ist nur im Gotischen (hôrs) und Altnordischen (horr) bezeugt. Das Wort Hure wurde auch als Schimpfwort für Frauen benutzt, insbesonders wenn diese sexuell selbstbestimmt bzw. aktiv waren. In den letzten Jahren hat das Wort durch die Aktivitäten verschiedener Huren-Vereinigungen (Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen, Huren wehren sich gemeinsam), die sich auch bewusst so nennen, eine gewisse Aufwertung bzw. Neutralität erhalten. Die Mitglieder der holländischen Prostituierten-Gewerkschaft benennen sich sogar mit einem gewissen Stolz als Huren. (Siehe auch: Dysphemismus-Tretmühle.) Ähnliche Themen:Verwandte ThemenIndex: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Hure" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren über folgende Adresse verfügbar: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hure&action=history
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Ableitungen
Absatzes
Altnordischen
Aufwertung
Beischlaf
Dreißigjährigen
Ehebrecherin
Entsprechung
Fachsprache
Frau
Gotischen
Hure
Huren-Vereinigungen
Hurenbock
Hurenkind
Hurenkinderregel
Ihlefeldt
Merksatz
Neutralität
Prostitution
Schimpfwort
Setzer
Sexabenteuer
Sexualpartnern
Trosshure
Umgangssprache
Variationen
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