HOSIHOSI ist die 1979 nach eingehender Diskussion in einer Versammlung der sich zu einem ersten offiziellen Verein formierenden Gruppe in Wien beschlossene und allgemein übernommene Abkürzung für Homosexuelle Initiative . HOSI bezeichnen sich mehrere voneinander unabhängige regionale Organisationen, welche für die Rechte von homo- und bisexuellen Menschen in Österreich eintreten. Die Massenmedien beziehen sich ohne Namenszusatz oft nur auf die Homosexuelle Initiative Wien . Die für alle HOSIs manchmal verwendete Langformen "Homosexuellen(-)Initiative" oder "Homosexuellenintitiative" sind irreführend bis falsch. Die häufig verwendete unpräzise Langform HomosexuelleN- Initiative blendet einen charakteristischen Nebenaspekt aus, da sie nahe legt, der betreffende Verein akzeptiere nur Lesben und Schwule als Mitglieder. Diese Einschränkung gilt nur de facto für zentrale Vertretungsaufgaben, jedoch hatten bereits mehrfach heterosexuelle Frauen und Männer auch Vorstandsfunktionen in einigen HOSIs inne. Der korrekte Langname HomosexuellE Initiative bezieht sich daher ausschließlich auf die mit Diskriminierung verbundene Orientierung im weitesten Sinn, also nicht nur, wenn sie überwiegt - und zielt damit auf die Überwindung einer Freiheitsbeschränkung für (fast) alle Menschen. OrganisationDerzeit gibt es je eine HOSI in Wien, Linz, Salzburg und Innsbruck (HOSI Tirol) und früher auch in Graz. Vergleichbare Organisationen sind die RosaLila PantherInnen in Graz und queer.in.kufstein. Weitere bedeutende und teilweise von ehemaligen Mitarbeitern der HOSI Wien gegründete Vereine sind das Rechtskomitee Lambda (RKL) als Rechtshilfe-, Beratungs- und Lobbyorganisation, der Klagsverband und die Rosa Lila Villa als Beratungs-, Wohn- und ehemals alternatives Gastronomieprojekt sowie als Treffpunkt für viele kleinere Gruppen. Die HOSI-Vereine in den einzelnen Bundesländern arbeiten dezentral und unabhängig voneinander. Für die Namensgleichheit bestanden ursprünglich juristische Gründe: 1979, als die erste Homosexuelle Initiative in Wien gegründet wurde, existierte mit § 221 StGB noch das Verbot für "Verbindungen zur Begünstigung gleichgeschlechtlicher Unzucht " (kurz: "Vereinsverbot"), welches erst am 1. März 1997 (BGBl. 1996/762) außer Kraft getreten ist. Man nannte sich also "Initiative" anstatt Verein - teils aus taktischer Vorsicht, teils wegen des dynamischeren Begriffs: Ziel war und ist ja, etwas zu bewegen. Nach Anfangsschwierigkeiten wurde der Verein von der zuständigen Wiener Behörde zugelassen, bei Vereinsgründungen in den anderen Bundesländern wurde der schon einmal akzeptierte Name beibehalten. Bei der Gründung der HOSI Salzburg im Jahr 1980 wurde der Untersagungsbescheid der Salzburger Vereinsbehörde erst kurz nach Ablauf von 6 Wochen nach der Anmeldung zugestellt und war somit ungültig. Man geht davon aus, dass diese "österreichische Lösung" ein Schachzug der Behörde war um dem Gesetz formal zu entsprechen ("Wir haben ihn untersagt."), den Verein aber trotzdem nicht zu verbieten ("Es wurde "leider" zu spät weggeschickt".) Hauptaufgaben der als NGOs agierenden Vereine sind die Beratung von Homosexuellen oder Menschen aus deren Umfeld, Unterstützung von Forderungen nach Gleichstellung (z.B. nach der Ehe entsprechenden Partnerschaftsformen), Bekämpfung von Diskriminierung, Abbau von Vorurteilen, Mitentwicklung der gesellschaftlichen Akzeptanz und Treffpunkt außerhalb der kommerziellen Lokalszene. ArbeitHOSI im AuslandWeblinksVerwandte ThemenIndex: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "HOSI" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren über folgende Adresse verfügbar: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=HOSI&action=history
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