Horizontale KollaborationDer Begriff Horizontale Kollaboration tauchte nach dem Zweiten Weltkrieg in Frankreich auf. Er bezieht sich auf Vorwürfe gegenüber französischen Frauen, die während der deutschen Besatzungszeit (1940-1944) mit feindlichen Soldaten sexuelle Verhältnisse eingegangen waren. Er bezieht sich auch auf die sexuellen Beziehungen von französischen Frauen zu deutschen Männern, die als Kriegsgefangene z. B. bei französischen Bauern arbeiteten. Besonders problematisch war die Situation für aus solchen Verbindungen hervorgegangene Kinder, die nach dem Krieg, während die Väter vielfach gefallen oder verschollen waren, in Frankreich stigmatisiert wurden. Auch ihre Mütter, die "Kollaborateurinnen", wurden beschimpft und ausgegrenzt. Als besonders erniedrigende Strafe wurden diesen Frauen oft öffentlich die Haare geschoren. Es konnte ihnen passieren, dass sie als Nazi-Huren beschimpft und/oder mit Hakenkreuzen beschmiert wurden. Literatur
Siehe auch
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