Homosexuelle während der Zeit des NationalsozialismusVorgeschichte und Ideologie der NationalsozialistenBis zur so genannten Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 galt Berlin als eine sehr liberale Stadt mit vielen schwulen und lesbischen Kneipen, Nachtklubs und Cabarets. Es gab auch eine Reihe von Travestie-Bars, in denen sich heterosexuelle wie schwule Touristen durch Darbietungen von Frauendarstellern unterhalten ließen. Seit dem 19. Jahrhundert existierte hier eine bedeutsame Homosexuellenbewegung. Doch die Fortschritte in der Emanzipation der Freunde , wie sich Schwule damals meist nannten, wurden bald durch den Aufstieg der NSDAP endgültig zunichte gemacht, nachdem bereits in den Jahrzehnten zuvor die juristische Verfolgung homosexueller Männer in Deutschland stark zugenommen hatten. Die Partei-Ideologen der NSDAP vertraten die Ansicht, dass Homosexualität inkompatibel mit dem Nationalsozialismus sei, weil Lesben und Schwule sich nicht fortpflanzten und somit an der Reproduktion der "Herrenrasse" nicht teilnahmen. Ernst Röhm , der mit der SA die NSDAP paramilitärisch aufgerüstet und damit wesentlich zu deren Etablierung als Regierungspartei beigetragen hatte, war mehr oder weniger "offen" homosexuell und verkehrte bekanntermaßen in Stricher-Kreisen. Ähnlich taten es einige andere hohe Führer seiner Organisation wie zum Beispiel Edmund Heines . Adolf Hitler, der natürlich davon wusste, schützte seinen Duzfreund so lange, wie dieser ihm nützlich war. Als Ernst Röhm jedoch Reformen forderte, ließ er ihn zusammen mit vielen anderen ehemaligen Parteigenossen nicht nur fallen, sondern in der "Nacht der langen Messer" vom 30. Juni zum 1. Juli 1934 ermorden. Als ein Vorwand für diese Aktion wurde nun die Homosexualität Röhms und vieler seiner "Mitstreiter" angeführt, um die tatsächlichen Hintergründe zu verschleiern. Damit wurde die Bevölkerung auf die 1935 beschlossene erhebliche Verschärfung des seit 1871 bestehenden § 175 des Strafgesetzbuches vorbereitet, womit ursprünglich eigentlich nur Analverkehr unter Strafe gestellt werden sollte. Reine "Liebesbeziehungen " zwischen Männern waren hingegen bis 1935 juristisch nicht strafrechtlich belangbar gewesen. "Schlagartig" stieg daher ab 1935 die Zahl der Männer an, die wegen homosexueller Vergehen verurteilt wurden. Häufig wurden sie nach Verbüßung der ihnen verhängten Gefängnisstrafe, manchmal aber auch, ohne dass sie gerichtlich verurteilt worden waren, von der Gestapo in ein Konzentrationslager verschleppt. Sie mussten dort den Rosa Winkel tragen, ein Abzeichen, das sie im Lager als Homosexuelle kennzeichnete. VerfolgungHomosexuelle Männer in Konzentrationslagernnach 1945Lesben während der Zeit des NationalsozialismusLiteraturWeblinksVerwandte ThemenIndex: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Homosexuelle während der Zeit des Nationalsozialismus" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren über folgende Adresse verfügbar: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Homosexuelle+w%E4hrend+der+Zeit+des+Nationalsozialismus&action=history
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