Homosexualität und Religion

Homosexualität und Religion ist in vielen Religionen ein Diskussionsfeld. Weil viele religiöse Gruppierungen Homosexualität strikt ablehnen, meist unter Berufung auf heilige Texte, religiöse Schriften oder Traditionen, fühlen sich einige religiös geprägte Homosexuelle häufig in einen Gewissenskonflikt gedrängt. Für weniger oder nicht religiös geprägte homosexuelle Menschen als auch gemäßigt/liberal religiös geprägten homosexuellen Menschen ist es ein Hauptgrund, bestimmten religiösen Gruppen oder Kirchen fernzubleiben, atheistisch zu leben bzw. nur in bestimmten gemäßigten/liberalen Kirchen (siehe hierzu befürwortende Kirchen mit Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ) Mitglied zu sein.

In westlichen Ländern und in Afrika wird oft mit der Familie, welche homosexuelle Menschen nicht gründen könnten, argumentiert, da die herkömmliche Familie als ein wesentlicher Lebensinhalt angesehen wird; Regenbogenfamilien werden dabei in der Diskussion verdrängt, vergessen oder nicht als eigentliche Familien betrachtet.

Das anderswo häufig genannte Argument von der grundsätzlichen "Sündhaftigkeit" oder schlicht "Falschheit" von Homosexualität wird dagegen insbesondere in Europa von den Angehörigen der entsprechenden religiösen Gemeinschaften weniger akzeptiert.

Christentum

Zur Homosexualität gibt es innerhalb des Christentums keine einheitliche Meinung. Während die römisch-katholische Kirche, die orthodoxen Kirchen und die meisten evangelikalen und konservativen Protestanten eher ablehnende oder moderat tolerante Haltungen vertreten, gibt es andere theologische Richtungen, die sich neutral, tolerant, oder akzeptierend gegenüber Homosexualität positionieren. Neben der Metropolitan Community Church und der Alt-Katholische Kirche sind hier insbesonders der in Deutschland aktive IKvu-Mitgliedsverein Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK e. V.), aber auch die evangelikale Initiative Zwischenraum und die ehemals mit ihr assoziierte ökumenische Initiative "Christlich-Sicher-Geborgen" zu nennen. Einige Kirchen in Europa und Nordamerika haben mittlerweile akzeptierende Positionen zur Homosexualität eingenommen und ermöglichen in ihren Kirchen die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare .

Der Altkatholische Bischof Joachim Vobbe hat in seinem weiter unten zitierten Hirtenbrief das besondere Spannungsverhältnis zwischen Homosexuellen und Kirchen auf den Punkt gebracht:

"In diesem Zusammenhang möchte ich stellvertretend für meine eigene Kirche ein Schuldbekenntnis nachholen: Die Kirche hat - vermutlich aufgrund ihrer eigenen distanzierten Einstellung - beharrlicher geschwiegen zur Ausgrenzung, Verfolgung, Verstümmelung und Tötung homosexueller Menschen als zu manchen anderen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Es ist deshalb verständlich, wenn das Verhältnis von Homosexuellen zur Kirche immer noch mitgeprägt ist von Traumatisierungen. Aufgrund dieser geschichtlichen Belastung ist es wohl bisweilen noch recht schwer, unbefangen miteinander umzugehen und differenzierende Aussagen zu machen, die nicht als Diffamierung oder Diskriminierung empfunden werden."

Von Jesus Christus selbst sind keine direkten Aussagen über homosexuelles Verhalten überliefert, weder im Positiven noch im Negativen. Sowohl seine im Vergleich zu zeitgenössischen Juden strengere Sexualmoral als auch seine Freundschaft zu Außenseitern und Sündern ziehen sich jedoch durch das ganze Neue Testament. (Siehe auch: Homosexualität im Neuen Testament)

Andererseits wurde bereits im mosaischen Gesetz Homosexualität klar verurteilt:

"Und wenn ein Mann bei einem Manne liegt, wie man bei einem Weibe liegt, so haben beide einen Gräuel verübt; sie sollen gewisslich getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen." .

Paulus griff dies im Römerbrief auf:

"Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihrer Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen."

Römisch-Katholische Kirche

Die römisch-katholische Kirche besteht darauf, dass "jeder Person dieselbe fundamentale Identität zukommt, Geschöpf zu sein und durch die Gnade Kind Gottes, Erbe des ewigen Lebens" und weigert sich von daher, eine Person ausschließlich als "heterosexuell" oder "homosexuell" einzustufen. Sie unterscheidet klar zwischen homosexuellen Neigungen und homosexuellem Tun. Gemäß der römischen Glaubenskongregation ist die homosexuelle Neigung oder Tendenz zwar ungeordnet und nicht dem Schöpfungssinn von Sexualität entsprechend, aber als solche noch nicht sündhaft, während bewusst und frei vollzogene homosexuelle Akte als schwere Sünde angesehen werden. Personen mit homosexuellen Neigungen sind wie alle Christen dazu aufgerufen ein keuschen Leben zu führen.

Dabei beruft sich die katholische Kirche die auf die Bibel und deren Auslegung in der lebendigen Tradition der Kirche deren enge Verbindung in Dei Verbum betont wird. Auslegungen, die dieser Tradition widersprechen und Pressionsgruppen, die fordern, dass die katholische Kirche ihre Lehre bezüglich Homosexualität ändern solle, werden strikt abgelehnt. Andererseits sind die Bischöfe ermutigt, Seelsorgeformen zu unterstützen, die homosexuelle Peronen auf allen ebenen ihres geistlichen Lebens zu fördern und die christliche Gemeinschaft ist aufgefordert, ihren homosexuellen Brüdern und Schwestern beizustehen ohne sie zu enttäuschen oder in die Isolation zu treiben .

In einer Stellungnahme der Kongregation für die Glaubenslehre vom 3. Juni 2003 wird bezüglich Billigung von homosexuellem Verhalten und homosexuellen Lebensgemeinschaften festgestellt:

"Nach der Lehre der Kirche kann die Achtung gegenüber homosexuellen Personen in keiner Weise zur Billigung des homosexuellen Verhaltens oder zur rechtlichen Anerkennung der homosexuellen Lebensgemeinschaften führen."

"Das Gemeinwohl verlangt, dass die Gesetze die eheliche Gemeinschaft als Fundament der Familie, der Grundzelle der Gesellschaft, anerkennen, fördern und schützen. Die rechtliche Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften oder deren Gleichsetzung mit der Ehe würde bedeuten, nicht nur ein abwegiges Verhalten zu billigen und zu einem Modell in der gegenwärtigen Gesellschaft zu machen, sondern auch grundlegende Werte zu verdunkeln, die zum gemeinsamen Erbe der Menschheit gehören."

"Wird der gesetzgebenden Versammlung zum ersten Mal ein Gesetzentwurf zu Gunsten der rechtlichen Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften vorgelegt, hat der katholische Parlamentarier die sittliche Pflicht, klar und öffentlich seinen Widerspruch zu äußern und gegen den Gesetzentwurf zu votieren. Die eigene Stimme einem für das Gemeinwohl der Gesellschaft so schädlichen Gesetzestext zu geben, ist eine schwerwiegend unsittliche Handlung."

Kritiker des Vatikans bezweifeln die Achtung von der hier (und auch im Weltkatechismus) gesprochen wird, im Fall der Unterscheidung zwischen heterosexuellen Priesteramtsanwärtern und homosexuellen Priesteramtsanwärtern in einer jüngeren Veröffentlichung des Vatikans, wonach Kandidaten, "die Homosexualität praktizieren, tiefsitzende homosexuelle Tendenzen haben oder eine sogenannte homosexuelle Kultur unterstützen" nicht für das Priesteramt zugelassen werden und "leichte homosexuellen Tendenzen" mindestens drei Jahre vor der Diakonenweihe überwunden sein müssen.

Innerhalb der Kirche wird diese Haltung jedoch nicht mehr in allen Ländern von der Mehrheit getragen, sondern es gibt hier große kulturelle Unterschiede zwischen den verschiedenen katholischen Gebieten. Nach einer aktuellen Befragung, die von der Bischofskonferenz Brasiliens in Auftrag gegeben wurde, geben 62 % von 1831 befragten katholischen Priestern an, dass sie die Verurteilung der Homosexualität durch die katholische Kirche nicht teilen. Eine ältere Umfrage vom Januar 2001, durchgeführt von der Utrechter Universität im Auftrag der Zeitschrift "Gay Krant", ergab, dass von 339 befragten katholischen Priestern in Holland 56 % eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft in ihrer Kirche segnen würden, 83 % würden dies im Privaten tun . In den Vereinigten Staaten ergab eine Umfrage, dass 55% der Katholiken gegen eine Schwulenehe sind . So zeigt sich auch bei manchen Theologen inzwischen eine andere Haltung; andere Strömungen halten freilich mit dem offiziellen Lehramt der Kirche fest an der traditionellen Ablehnung .

Orthodoxe Kirche

Die Orthodoxe Kirche hält sich in ethischen Fragen an die traditionelle Auffassung des Christentums der ersten Jahrhunderte. Bloße homosexuelle Neigungen gelten nicht als Sünde, da jeder Mensch böse Neigungen habe. Die praktische Auslebung von Homosexualität gilt dagegen als Sünde. Die Gläubigen sind angehalten, bösen Neigungen aller Art, darunter auch der Homosexualität , nicht nachzugeben, sondern sie ihr Leben lang zu bekämpfen.

Nach der Weihe von Gene Robinson zum ersten offen in einer homosexuellen Partnerschaft lebenden Bischof der zur anglikanischen Kirchengemeinschaft gehörigen Protestant Episcopal Church in the USA haben Papst Shenouda III. von der koptisch-orthodoxe Kirche, Patriarch Ignatius Zakka I. Iwas von der Syrisch-orthodoxen Kirche und Katholikos Aram I. von der Armenischen Apostolischen Kirche vorgeschlagen, weitere ökumenische Gespräche mit der anglikanischen Kirche zu verschieben, bis die diesbezügliche Situation in der anglikanischen Gemeinschaft geklärt ist. Die Russisch-Orthodoxe Kirche brach nach der Bischofsweihe von Robinson alle Zusammenarbeit mit der Episcopal Church ab.

Ein Großteil der Rastafari-Anhänger vor allem auf Jamaika, die sich teilweise der Äthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Kirche angeschlossen haben, pflegen eine ausgesprochene Ablehnung der Homosexualität - unter anderem sichtbar in der Reggae-Musik, in der u. a. zum Mord an Schwulen und Lesben aufgerufen wird. Allerdings finden sich solche Texte vor allem im säkularen Dancehall-Reggae, weniger im religiösen Roots Reggae.

Protestantische und evangelische Kirchen

Da diese Kirchen und Gemeinschaften keine gemeinsame oberste weltliche Autorität kennen (außer der Bibel) gibt es hier eine große Bandbreite; insbesondere einige Freikirchen (z.B. Southern Baptist Convention) verurteilen Homosexualität noch wesentlich schärfer als die katholische Kirche.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) vertritt allgemein eine liberalere Haltung zur Homosexualität . So können in einigen Landeskirchen der EKD homosexuelle Pastoren mit ihrem standesamtlich liierten Partner offiziell im Pfarrhaus leben und wohnen und werden in einigen Landeskirchen (z.B. Nordelbien) besoldungsrechtlich wie Ehepaare behandelt. In anderen Landeskirchen (z.B. Württemberg) wird es von Seiten der Kirchenleitung nur stillschweigend geduldet.

Die folgenden Landeskirchen der EKD sehen homosexuelle Paarbindungen nicht als sündhaft an und erlauben daneben auch eine öffentliche Segnung dieser standesamtlich liierten Partnerschaften in ihren Kirchen, soweit die Ortspastorin bzw. der Ortspastor einverstanden ist: Rheinland, Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Nordelbien, Braunschweig, Pfalz, Hessen-Nassau, Oldenburg, Bremen, Westfalen, Kirchenprovinz Sachsen.

Die weltweite Evangelisch-methodistische Kirche sieht die Praxis der Homosexualität als unvereinbar mit der christlichen Lehre und erlaubt von daher keine offen praktizierenden Homosexuellen als Geistliche und verbietet ihren Geistlichen die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare (Book of Discipline, Par. 304.3). Sie hat in ihrer Generalkonferenz 2005 mit Zweidrittelmehrheit eine Lockerung dieser Bestimmungen über Homosexualität abgelehnt. Die Methodistische Kirche in Großbritannien entschied sich auf ihrer Jahreskonferenz Juni 2006 dagegen, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen..

Die Generalsynode der United Church of Christ sprach sich am 4. Juli 2005 in Atlanta mit großer Mehrheit als erste größere Kirche in den USA dafür aus, dass gleichgeschlechtliche Paare das Recht auf Heirat erhalten sollten und Segnungen in den Kirchen erlaubt sind.

In der Anglikanischen Kirche ist die Haltung zur Homosexualität höchst umstritten: befürwortend die anglikanische Kirchen in USA, Kanada und teilweise in England -- ablehnend die meisten anglikanischen Kirchen in der Dritten Welt, die die Mehrheit der anglikanischen Kirchengemeinschaft ausmachen. Die Brisanz dieser Frage nahm mit der Weihe von Gene Robinson als Bischof von New Hampshire zu.

Besonders konservative evangelische Freikirchen sehen in der Praxis von Homosexualität eine schwere Sünde, wollen aber ihre Ablehnung der Sünde nicht auf die vermeintlichen Sünder ausdehnen und akzeptieren daher enthaltsame Schwule und Lesben. Allerdings ist die kulturelle Norm von Ehe und Familie in diesen Gruppen sehr stark (anders als die römisch-katholische Kirche kennen sie keinen lebenslangen Zölibat). Deshalb ermuntern sie Menschen, die vom gleichen Geschlecht sexuell angezogen werden, durch Gebet, eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus, Therapie und Selbsthilfegruppen ihr Leben zu ändern, damit sie künftig im Einklang mit ihrem Verständnis des göttlichen Willens "als Mann und Frau " leben können. Ob die Neigung zur Homosexualität auf diese Weise überwunden werden kann (siehe: Ex-Gay-Bewegung ), ist in diesen Gruppen höchst umstritten. Außerhalb solcher Gruppen wird diese Möglichkeit nicht für realistisch gehalten.

Andererseits gibt es auch evangelische freikirchliche Kirchen und Gemeinden, die Homosexuelle explizit willkommen heißen und keine Vorbehalte gegen Homosexualität haben. Es gibt sogar eine Freikirche, die Metropolitan Community Church , die sich explizit an homosexuelle ("LesBiSchwule") Menschen wendet.

Alt-Katholische Kirche

Die deutschen Altkatholiken haben seit langem eine sehr liberale Haltung gegenüber der Homosexualität vertreten. Eine Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften befürworten sie grundsätzlich mit der Begründung, wenn zwei Menschen den Pfarrer um den Segen Gottes für etwas ersuchen, so ist es nicht die Sache des Pfarrers als bloßem Boten Gottes, ihnen diesen zu verwehren, unabhängig von seiner persönlichen Meinung.

In seinem Hirtenbrief zum Ehesakrament stellte Bischof Joachim Vobbe seine Haltung zum Thema gleichgeschlechtlicher Partnerschaften wie folgt dar:

"Unbestritten dürfte für uns Christen sein, dass gleichgeschlechtlich empfindende Menschen einen ebensolchen Anspruch darauf haben, zu lieben und geliebt zu werden und - vor allem - sich selbst achten zu dürfen, wie andere Menschen auch. Unbestritten ist weiter, dass Bindungen an die Nachfolge Jesu, Liebe und Treue einen biblisch begründeten Eigenwert haben - jenseits der Bewertung sexueller Orientierung oder gar konkreter sexueller Praktiken."

"Sicherlich darf man feststellen, dass eine gleichgeschlechtliche Verbindung (...) etwas anderes ist als eine Ehe . Grad der Verbindlichkeit, Ziel, Dauer und Intensität der Verbindung sind nicht per se den Regeln einer Ehe unterworfen. Eine Zeugung von Kindern aus eigener Partnerschaft ist nicht möglich und ja auch eigentlich nicht intendiert. Die künstliche Insemination oder die Befruchtung durch einen "Leihvater" bei lesbischen Paaren oder die Adoption von Kindern durch homosexuelle Paare wird nicht zuletzt aufgrund der wachsenden Erkenntnisse über den Wert der Bipolarität und Komplementarität von Mann und Frau in der Erziehung beziehungsweise über den Wert der Kenntnis unserer biologischen Eltern als ethisch äußerst problematisch angesehen und von den Kirchen der Ökumene wie auch von anderen, nichtkirchlichen Meinungsträgern abgelehnt."

"Die Frage einer Segnung kann sich aber meines Erachtens an den Kriterien messen lassen, an denen sich auch andere nichteheliche, individuelle gemeinschaftliche und/oder zölibatäre Lebensformen orientieren, nämlich: Wollen die Menschen, um die es hier geht, ihr Leben gemeinsam (oder, im Falle von Zölibatären, allein) aus dem Geist der Nachfolge Jesu Christi gestalten und in den Horizont Seiner Verheißungen stellen? Und - eventuell: in welchen speziellen Punkten wollen sie dies tun? Diese Fragen beziehen sich auf individuelle Regeln, an die sich konkrete Menschen einvernehmlich binden wollen. Sie sind mithin nicht Sache einer offiziellen, einheitlich-kirchenamtlich geregelten Institution und Liturgie, sondern sollten von den betroffenen Personen oder Personengruppen mit dem Seelsorger vor Ort in Verantwortung vor dem Wort Gottes, der Lehre der Kirche und der Situation der Lokalgemeinde entschieden werden."

Eine generelle Gleichstellung mit der Institution bzw. dem Sakrament der Ehe wird allerdings mit Verweis auf die Bibel abgelehnt.

Die insgesamt liberale Haltung der Altkatholischen Kirche hat zu einem gewissen Zulauf durch Homosexuelle geführt, die zu einer christlichen Kirche gehören wollen, aber in den größeren Kirchen ausgegrenzt werden. In der Altkatholischen Kirche sind sie so zu einer voll integrierten, geachteten Minderheit geworden.

Ebenso ermöglichte die christkatholische (= altkatholische) Kirche in der Schweiz 2006 die Segnung homosexueller Paare in ihren Kirchen und erlaubt offiziell die Mitarbeit von homosexuellen Priestern sowie deren Partnerschaft.

Zeugen Jehovas

Die Zeugen Jehovas warnen nach ihrer Überzeugung davor, seine Mitmenschen zu hassen, selbst wenn man "einen starken Abscheu gegen bestimmte Lebensweisen" empfindet und empfehlen allen Christen "mit allen Menschen Frieden zu halten" (Röm|12|9; ). Sie warnen auch explizit davor, Homosexuelle zu misshandeln oder missachten, denn nach dem christlichen Glauben würden wahre Christen ihre Mitmenschen als mögliche Nachfolger Christi betrachten und sie mit Respekt und Würde behandeln. Gleichzeitig werden homosexuelle Handlungen von den Zeugen Jehovas allerdings ausdrücklich als Sünde abgelehnt, da dies kein "normaler Lebensstil" sei . Schwule und Lesben werden, sofern sie jemals Mitglied waren und nicht abstinent leben, aus der Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen.

Christian Science

Innerhalb Christian Science gibt es verschiedene Standpunkte. Nach einer vorübergehenden Liberalisierung haben im Bostoner Vorstand in jüngster Zeit wieder konservativere Kräfte das Sagen. Die Initiative Emergence International engagiert sich für eine Neubewertung.

Islam

Judentum

Buddhismus

Andere Religionen oder Religionsgemeinschaften

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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